Arne, Henning & Tom on Tour - Konzerttagebuch

Schlagwort: Columbiahalle

Jack White III zurück in der Columbiahalle

Es hat diesmal ein paar Tage gedauert, bis wir dann die halbwegs korrekte Setlist des Jack White Auftritts in der Columbiahalle rekonstruiert hatten. Neben den großen Hits gab es eine wilde Blues-Garagenrock-Abfahrt mit einigen abseitigen Coverversionen. Ein Schwerpunkt lag allerdings auf neuem Material – den beiden aktuellen Singles aus einem kommenden Album und Auszügen aus der kompakten und furiosen 2024-iger Sammlung “No Name“.

Nach einer Reihe von Alben, die sich eher nicht so sehr in unsere Erinnerung eingeschrieben haben, hat Jack White mit besagtem “No Name” wieder deutlich zu alter Hochform zurückgefunden. Nicht, dass er an seinem künstlerischen Konzept groß etwas geändert hätte: Die Reduktion aufs Wesentliche ist hier der Schlüssel – sogar beim Godfather-of-Reduktion-aufs-Wesentliche scheint dieses abgenudelte Klischee noch zu gelten!

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How do you think it feels?

Sechsundzwanzigster April Zweitausend. Die alte Freundin ist futsch, die neue irgendwie noch nicht da. Das gesamte bislang bekannte Leben löst sich gerade im Zigarettenqualm meiner Kreuzberger Studenten-WG auf; Ersatz ist nicht in Sicht. Ein paar hundert Meter weiter prangen schwarze Buchstaben über dem Eingang der Columbiahalle. Lou Reed. Ecstasy. Weiterlesen

Halloween Parade – Drei Abende mit Lou Reed in Berlin.

loureed14052003Eins.

Ende April 2000. Die Verstärker jaulen und brummen. Vor den markerschütternden Trommeln von Tony „Thunder“ Smith liefern sich Lou Reed und sein Ex-Schwager Mike Rathke wüste Schweinerock-Gitarrenduelle. Dazu diese durchdringende, verlebte Stimme, der man nicht ausweichen kann. Der Bass bollert, das Feedback bratzt durch die Halle. Ich erinnere mich, wie der Staub in großen Flocken von den Wickelfalzröhren der Klimaanlage unter der Decke auf die Bühne und das Publikum schneit. Weiterlesen

Das rumpelnde Herz

The National, Columbiahalle, Berlin, 25.02.2011

The National waren für mich die Entdeckung des Jahres 2010 und damit war ich verdammt nochmal spät dran. Das aktuelle Album “High Violet” ist bereits das fünfte wird inzwischen im Radio rauf- und runtergespielt, das Konzert in der Columbiahalle war ohne Plakatierung und große Werbung sofort ausverkauft.

Das Konzert war druckvoll und knackig, Die Band präsentierte sich routiniert und spielte ein kompaktes Set von etwa 100 Minuten Länge. Insgesamt kam die Musik live druckvoller, wüster und schrammeliger als auf Platte. All Mitglieder sehr schick und altersgerecht gekleidet, fühlte mich ein bisschenan Element of Crime erinnert: Die könnten auch als Volkshochschul-Lehrer durchgehen und haben auch alle bestimmt noch einen zweiten Job für das Leben nach / neben der Bühne in der Hinterhand. Jetzt mal mit Ausnahme desDrummers, der aussah, als käme er grade vom Fußballplatz: Mit drei extrabreiten roten Schweißbändern an dem Armen und Schweißstirnband (!) saß er hinter den Drumset. Weiterlesen

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