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Arne, Henning & Tom on Tour - Konzerttagebuch

2020 Live aus der Konserve – ein anderer Jahresrückblick

Das Geschäftsjahr 2020 von SRT ist, wie viele andere Dinge auch, der Covid-19-Pandemie zum Opfer gefallen. Konzerte in Clubs, Hallen oder vollen Stadien gehörten zu den ersten abgesagten Veranstaltungen und werden wohl zu den letzten Bereichen gehören, in denen wieder Normalität einkehrt. Live-Musik musste in diesem Jahr aus der Konserve kommen. Was liegt da näher, als in diesem Jahresrückblick auf die Live-Alben des Jahres 2020 einzugehen.

Platz 5: Depeche Mode – Live SPiRiTS

Tatsächlich habe ich Depeche Mode noch nie live gesehen, obwohl ich sie immer wohlwollend auf dem Radar hatte. Master and Servant, People are People und Just Can’t Get Enough waren damals die Songs (natürlich in der 12” Maxi-Version), die auf keiner Fete (so hieß das früher) fehlen durften. Music for the Masses machte mir damals klar, dass ich größere Boxen brauche, weil es meine Kompaktanlage an seine Grenzen brachte. 101 zählte zu meinen Lieblings-Live Alben. Als ich später, ab Mitte der 90er-Jahre, intensiverer Konzertgänger wurde,  hatten Depeche Mode für mich an Bedeutung verloren.  Die Konzertfilme dieser Jahre und später auf Youtube ließen nie den Funken überspringen. Die beiden  auf Live SPiRiTS dokumentierten Konzerte in der BerlinerWaldbühne vom Juli 2018 hatte ich tatsächlich kurzfristig im Blick und einen Besuch in Erwägung gezogen.

SRT-Kollege Tom hatte bereits Tickets, musste aber krankheitsbedingt absagen. Bei mir war es terminlich eng, so verwarf in den Plan. Als ich die Setlist des 2. Abends mit Everything Counts, Heros, Never Let Me Down Again und Just Can’t Get Enough sah, ärgerte ich mich bereits, dieses Konzert verpasst zu haben. SPiRiTS in the Forest, der Mix aus Doku und Konzertschnipseln, den Depeche Modes langjähriger Begleiter Anton Corbijn zusammengeschustert hatte, riss mich wieder nicht so recht mit. Der Fluss fehlte einfach, als ich ihn eines Abends zufällig auf arte sah. Die im März erschienene CD-BluRay Variante von SPiRiTS in The Forest enthält glücklicherweise den aus beiden Abenden zusammen geschnittenen, kompletten Konzertfilm Live SPiRiTS ohne künstlerische Doku-Unterbrechungen. Dabei springt der Funke dann auch über.

Platz 4: Father John Misty – Off-Key in Hamburg

Dieses Album wäre fast an mir vorüber gegangen, hätte es Jan Böhmermann nicht in seinem Podcast Fest und Flauschig erwähnt. Es ist ein Mitschnitt des tatsächlich letzten Konzertes, welches ich vor der Pandemie gesehen habe. Der Mitschnitt ist nur digital über Bandcamp erhältlich. Ein Download als FLAC ist möglich. Ein ausführlicher Bericht über den Auftritt von Father John Misty in der Elbphilharmonie findet sich hier bei uns im Blog. Die Soundprobleme, die mir in der Halle an diesem Abend aufgefallen waren,  sind in diesem Mitschnitt glücklicherweise nicht zu hören.

Platz 3: The Rolling Stones – Steel Wheels Live (Atlantic City 1989)

Mit dem 89’er Atlantic City Konzert haben die Rolling Stones einen Schatz aus ihrem Archiv veröffentlicht. Das Konzert ist legendär, nicht nur wegen Gastauftritten von Gästen wie Axl Rose, Izzy Stradlin, Eric Clapton und John Lee Hooker. Die Steels Wheels Tour war nicht nur die letzte Tour mit Bill Whyman am Bass, sondern auch der Start in den – nennen wir es mal – zweiten großen Karriereabschnitt der Stones, nach einer etwas ruhigeren Phase in den 80’er Jahren. Seither touren sie als Legenden um die Welt. Wie Keith Richards einmal sinngemäß sagte: „Früher sind wir getourt um ein Album zu promoten, heutzutage machen wir ein Album um eine Tour zu rechtfertigen.“

Ein erstklassiges Konzert, das sowohl als Film als auch als Audioaufzeichnung enthalten ist. In der limitierten Deluxe-Ausgabe findet sich auch noch ein Videomitschnitt eines Konzerts aus Tokio und ein schöner Bildband.

Für mich ist der Konzertmitschnitt eigentlich kalter Kaffee, allerdings mit einer besonderen Bedeutung. Ich hatte mir damals (Anfang der 90’er) das legendäre Atlantic City `89 Bootleg des Swinging Pig Labels gekauft. Da mich damals die Hintergründe zu den seinerzeit  weit verbreiteten Bootlegs interessierten, rief ich den Geschäftsführer von Swinging Pig einfach an, stellte ihm ein paar Fragen und schrieb einen Artikel für unsere Schülerzeitung über das Label. Aufhänger war der Atlantic City-Mitschnitt. Der Text wurde bemerkt und landete etwas später dann auch als Beitrag  auf der Feuilleton-Seite unserer Lokalzeitung und stelle so meinen ersten bezahlten und auch in nicht unbedeutender Auflage gedruckten journalistischen Text dar.

Irgendwie hinterließ der Mitschnitt auch den Eindruck, Atlantic City sei eine schillernde, glamouröse Stadt. Als wir 10 Jahre später im Zuge unserer Roger Waters In The Flesh-Reise einen Zwischenstopp in Atlantic City einlegten, fanden wir allerdings eine bei Tageslicht wenig ansprechenden Ort vor. So sind mit dieser neuen Box viele alter Erinnerungen verbunden, die ihr einen besonderen Platz in meiner Sammlung garantieren.

Platz 2: Idiot Prayer – Nick Cave alone at Alexandra Palace

Das erste und einzige “Corona-Konzert“ in der Liste. Für das Nick Cave Konzert in Köln 2020 hatte ich Tickets. Zusammen mit dem geplanten Kraftwerk-Konzert am Vortag in Bonn wäre es ein schönes Konzertwochenende geworden. Zwischenzeitlich haben Nick Cave und die Bad Seeds ihre zuerst auf 2021 verschobene Europatour komplett abgesagt. Daher müssen wir vorerst mit Nick allein im Alexander Palace vorlieb nehmen.


Auf dem Album präsentiert er uns Solo-Versionen seiner Songs, wie er sie auf seiner „Ein Abend mit Nick Cave“ – Tour gespielt hat. Wunderbar anzuhören. Man kann das Album auch getrost am Heiligabend als Hintergrundmusik laufen lassen … man darf nur nicht all zu sehr auf die Texte hören, das würde nicht zum Anlass passen.

Platz 1: Nick Mason’s Saucerful Of Secrets – Live At The Roundhouse

„It is obvious …“ singt Syd Barrett, der für viele Songs auf diesem Live-Mitschnitt verantwortlich ist. Ist es nicht etwas einfach, dieses Album auf Platz 1 der Liste zu setzen? Nimmt man nicht besser eine völlig unbekannte Indie-Band, um zu zeigen, dass man „ganz tief drin ist im Business?“  Möglich. Ich gebe auch zu, mit mir gerungen zu haben, welcher von beiden Nicks den ersten Platz bekommt. Am Ende war der Sound ausschlaggebend. Nick Mason und seine Saucerful of Secrets haben uns 2018 und 2019 wundervolle Konzerte beschwert und sollten es auch 2020 tun. Tickets für die Münsterlandhalle und das Tempodrom waren bereits gebucht. Aktuell hoffen wir auf Nachholtermine 2021.
Bis dahin muss uns der Mitschnitt aus dem legendären (welch inflationär gebrauchtes Wort in diesem Blogbeitrag!) Roundhouse in London  genügen. Mit Tom war auch ein SRT-Abgeordneter vertreten. Werner von Pulse & Spirit war ebenfalls vor Ort. Man hoffte insgeheim auf einen Gastauftritt von David Gilmour, doch der blieb aus, was aber keiner der Anwesenden im Nachhinein als Enttäuschung empfand.

Der Mitschnitt zeigt die Band am Anfang der Europa-Tour 2019. Wer sich die Berichte auf SRT zu den Sommerkonzerten angesehen hat, weiß, dass sich die Band über  die Monate immer weiter gesteigert hat, um ihre absolute Hochform am Ende der Tour zu erreichen. Das merkt man der Spielfreude der Band an diesen beiden Abenden aber nicht an.

Vorsicht: Standardmäßig startet der Film auch ein einem dieser unsäglichen Doku-Konzert-Mixe. Glücklicherweise kann man in der Music-Only-Version auch den kompletten Konzertfilm ohne störende Unterbrechungen sehen. Um den Konzertfluss etwas zu straffen,  hat man viele der live ganz unterhaltsamen Ansagen herausgeschnitten. Dem Konzertfilm tut das definitiv gut.

Was an diesem Konzertfilm besonders gefällt, ist die ruhige Kameraführung und der brillante Sound. Besonders mit dem  5.1-Mix wird gezeigt, wie man ihn für einen Live-Mitschnitt nutzen sollte. An diesem Mix können sich viele andere Konzertfilme ein Beispiel nehmen. Hier werden wieder einmal Standards gesetzt. Daher ist der erste Platz mehr als gerechtfertigt.

Das Geschäftsjahr 2020

Das Geschäftsjahr  2020 entfällt nach aktuellem Stand der Dinge, dabei waren vielversprechende Konzerte in Planung: Nick Mason, Kraftwerk und Nick Cave standen unter anderem auf dem Programm. Inzwischen wurden alle Termine auf 2021 verschoben. Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Das Geschäftsjahr 2019

Fünf Lieblingsplatten in diesem Jahr:

Mit Inferno fügte Robert Forster in diesem Jahr seinem famosen Spätwerk ein weiteres, kunstvolles Kapitel hinzu. Mit lakonischem Witz und trockener Lässigkeit erzählt er auf den Punkt und schnörkellos. Ein netter Lou Reed – wenn es so jemanden überhaupt geben kann. Ein Lied für die Ewigkeit ist auch noch dabei: One Bird in the Sky.

  • Die Heiterkeit – Was passiert ist

Nach dem großartig-spröden Doppelalbum Pop und Tod I + II kehrt die Heiterkeit mit einer farbigeren Palette zurück – die Lieder kommen breiter instrumentiert und beschwingter daher. Die Stimmung: Heiter bis wolkig im Kontra-Alt – am Ende bleibt aber: “der Himmel ist jetzt ein Aschehaufen“.

  • Purple Mountains – Purple Mountains

Zehn Songs über die Düsternis in dir – groovig, süffig, bissig,  klar, bitter. Witzig und ergreifend wie nur was. Perfekte Popmusik.

  • Andrew Bird – My Finest Work Yet

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Toms Konzertrückblick 2019

Ein kurzer Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr.

Auch in den Sälen und Clubs dieser Stadt und anderswo.

Meine Lieblingsplatten 2019 noch dazu.

Hier die spannendsten Konzerte 2019:

30. AG Form, Internet Explorer

29. Mietminderung, Acud+ Choriner Straße

28. Martyn Heyne, Auster Club

27. New Order, Tempodrom

26. The Raconteurs, Verti Music Hall

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Father John Misty mit Soundbrei in der Elbphilharmonie

Die Elbphilharmonie hatte ich bereits im letzten Jahr bei einer Architekturführung kennen gelernt. Ein richtiges Konzert in der hochgelobten und optisch beeindruckenden Halle fehlte noch in meiner Sammlung. Das Konzert von Father John Misty kam mir da gerade recht. The National hatten auch schon einen vielbeachteten Auftritt in der Hafencity, der auch in unser Beuteschema gepasst hätte.  Damals zogen wir aus Termingründen allerdings den Doppelschlag Nick Cave / Heather Nova in Berlin vor. Mehr oder wenig zufällig stolperte ich über den Termin von Father John Misty. Als auch noch einigen Tagen noch Tickets vorhanden waren, schlug ich zu. Weiterlesen

Nick Mason’s Saucerful of Secrets in Ulm und Amsterdam

Von Ulm nach Amsterdam

Manchmal hat man die Qual der Wahl, wenn neue Konzerttermine veröffentlicht werden. Was soll man sehen, was muss man sehen, welche Konzerte sind vernünftig in den Lebensalltag bzw. Terminkalender integrierbar?  Bei dem Europa-Leg der 2019er Tour von Nick Masons’s Saucerful of Secrets entschloss sich das SRT-Team für das Auftaktkonzert in Ulm und das zum damaligen Zeitpunkt Abschlusskonzert der Tour in Amsterdam (später wurden noch zwei Festivalauftritte nachgeschoben). Tom hatte ein paar Monate zuvor den „Zugabenteil“ der US-Tour in England mit zwei Konzerten im Roundhouse London mitgenommen. Der Rest der Truppe hatte sich mit Ausreden wie „Job, Familie, CO2-Bilanz“  oder Sätzen wie „Da kommen bestimmt noch weitere Termine in Europa!“ aus der Affäre gezogen. Weiterlesen

Robert Forster im Forum Bielefeld

Für die ostwestfälische SRT-Fraktion sind Konzerte normalerweise mit Reisen verbunden. Im Fall von Robert Forster teilte sich das SRT-Team auf. Die Berliner besuchten ihn im Festsaal Kreuzberg und ich im Forum Bielefeld. Vorteil: Das Forum ist nur rund eine halbe Stunde vom heimischen Wohnzimmer entfernt. Allerdings habe ich diese Nähe nur selten genutzt. Zuletzt vor über 20 Jahren. Anlass war ein Konzert der Jon Spencer Blues Explosion. Das einzige Konzert, das ich bisher vorzeitig verlassen habe, weil der Sound unerträglich war, und die Darbietung das in keinster Weise auffangen konnte.

Ganz anders war es bei Robert Forster. Der australische Gitarrist und Songwriter sorgte mit seiner Band (Gitarrist Scott Bromiley, Bassist Jonas Thorell und Schlagzeuger Magnus Olsson) für eine klaren Sound vor einem andächtig lauschenden Publik im gut gefüllten Forum.  Sehr entspannten  performen  die vier Musiker zu den Geschichten, die Ihr Sänger und Gitarrist Robert Forster zu erzählen hat. Weiterlesen

Industrial Silence – Madrugada im Columbia Theater in Berlin

Enttäuscht und grimmig schob ich meine unbenutzte Eintrittskarte über den Verkaufstresen der Konzertkasse. Völlig teilnahmslos und ohne jede wahrnehmbare Regung händigte mir die junge Dame mein Geld aus. Ihr Job war erledigt. Mir wurde bewusst, dass wir in diesem Moment kein gemeinsames Verständnis für „mein Problem“ entwickeln würden.

Wortlos verließ ich den Laden.

Madrugada, eine dieser “Sehnsuchtsbands”, hatten das Konzert in Berlin abgesagt. Sivert Hoyem, der charismatische Sänger und Frontmann der norwegischen Band, hatte beschlossen, die Band vorerst „auf Eis zu legen“. Nach dem Tod ihres Gitarristen Robert Buras im Jahr 2007 fehlte ein, wenn nicht gar der integrale Bestandteil der Band. Songschreiber und begnadeter Gitarrist in einem.  Madrugada arbeiteten zu jener Zeit an ihrem fünften Studioalbum und entschieden sich dann doch, das Album zu vollenden und im Jahr 2008 zu veröffentlichen. Einer der bewegendsten und schmerzhaftesten Songs des Albums stammt aus der Feder von Robert Buras: „Our Time Won’t Live That Long”.

Seitdem sind über 10 Jahre vergangen.

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Mezzanine XXI- Massive Attack in der Frankfurter Jahrhunderthalle

Das Ende steht gleich am Anfang. Die Botschaft ist eindeutig.

Egal, wie schwer die Herausforderung scheint, welch´ erschütternde Bilder wir Euch heute zeigen, wie kraftvoll und einschüchternd die Worte auf den LEDWänden auch sind, sei es noch so kompliziert, aussichtslos oder entmutigend: Seid hoffnungsvoll und stark! Es gibt immer einen Weg, den einen Grund weiterzumachen, aufzustehen, zu lernen, zu kämpfen. Im Kleinen wie im Großen.

“I found a reason to keep livin’
Oh, and the reason dear is you
I found a reason to keep singin’
Wow-woh, and the reason, dear, is you”

……….

“Honey, I found a reason to keep living
And you know the reason, dear it’s you
And I’ve walked down life’s lonely highways
Hand in hand with myself
And I realized how many paths have crossed between us”

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Das Geschäftsjahr Zwanzigachtzehn.

Fünf Favoriten auf dem Plattenteller:

Dan Mangan – More or Less. Abwechslungsreiche Platte mit bittersüß-kitschigen Balladen neben lakonischen Pop-Hymnen, hier und da durch frickelige Beats oder polyrhytmisches Getrommel flockig bewegt. Sehr geschmackvoll.

 

Daniel Blumberg – Minus. Moll-Piano, Schrammelgeige. Gitarren wie rostige Sägen. Neil-Young-Harvest-Ära-Stimmefarbe. Sehr unmittelbar und sehr bewegend zwischen Dissonanz und Wohlklang.

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Toms Konzertrückblick 2018

Wir blicken auf ein ereignisreiches Konzert- und Musikjahr zurück.

Meine Top 15 Alben 2018:

  1. Marianne Faithfull „Negative Capability“
  2. Die Nerven „Fake“
  3. Daniel Blumberg „Minus“
  4. Spiritualized „And Nothing Hurt“
  5. Khruangbin „Con Todo El Mundo“
  6. Karies „Alice“
  7. Anna von Hausswolff „Dead Magic“
  8. The Brian Jonestown Massacre „Something Else“
  9. Tess Parks & Anton Newcombe „Tess Parks & Anton Newcombe“
  10. Thee Oh Sees „Smote Reverser“
  11. Kikagaku Moyo „Masana Temples“
  12. Klaus Johann Grobe „Du bist so symmetrisch“
  13. Big Red Machine „Big Red Machine“
  14. Fenster „The Room“
  15. Cavern of Anti Matter „Hormone Lemonade

Die spannendsten 40 Auftritte in diesem Jahr für mich:

1,2,3
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Public Service Broadcasting: Progress in der Rotunde Bochum

Es ist viel passiert, seit wir Public Service Broadcasting vor rund zweieinhalb Jahren zum ersten Mal in Münster live sahen. Mit Ihrem Album Race for Space starteten sie eine erfolgreiche Tour, die sie zu außergewöhnlichen Auftrittsorten wie dem Lovell Telescope oder unten die Tragflächen des Space Shuttles Enterprise im Intrepid Sea, Air and Space Museum führte. In der Brixton Academy entstand mit erweitertet Besetzung ein schönes Livedokument der Tour. (Werbelink)

Danach ging es ins Studio. Für das Album Race for Space hatte die Band ein Thema gewählt, das von globaler Bedeutung war. Mich als Raumfahrt-Fan begeisterte es besonders. Für ihr neues Album Every Valley widmete sich die Band dem Strukturwandel im walisischen Kohlebergbau. Ein Themenkomplex dessen Arbeitskämpfe es in unsere Englisch-Schulbücher geschafft hatten, aber eben doch ein sehr lokales englisches Thema. Auch Bochum ist eine Stadt mit Bergbaugeschichte, aber hier hat man den Strukturwandel besser gemeistert. Das, was die englische Seele belastet ist für den deutschen Hörer weniger greifbar oder gar faszinierend. Mich sprach das Album daher gar nicht an, der Funke zündete irgendwie nicht. Daher sparte ich mir auch einen Besuch der letztjährigen Tour. Die aktuelle EP White Star Liner handelt vom Bau der Titanic in Belfast. Wieder nicht zwingend ein Thema für uns hier in Kontinentaleuropa. Trotzdem gaben wir der Band eine zweite Chance, schließlich hatten wir an das erste Konzert nur gute Erinnerungen. Weiterlesen

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