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Arne, Henning & Tom on Tour - Konzerttagebuch

Es ist ein Fest – Karies in der Berghain Kantine Berlin

Karies, die bereits im März ein aufregendes Konzert im Kreuzberger Westgermany gegeben haben, kamen an diesem sonnigen Oktobertag erneut nach Berlin. Diesmal in die Berghain-Kantine an der Rüdersdorfer Straße, im Schatten des großen Bruders. Auch dieser Abend war ausverkauft.

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Die singenden Kettensägen. Mogwai in der Berliner Columbiahalle.

mogwai berlin 2017

Da waren‘s nur noch drei. Nach dem krankheitsbedingten Ausfall Martin Bulloch und dem Ausstieg von John Cumming nach dem letzten regulären Studioalbum „Rave Tapes“ standen in der Columbiahalle noch drei Kernmitglieder der klassischen Mogwai-Besetzung auf der Bühne – streng genommen sogar nur zwei Gründungsmitglieder. Dessen ungeachtet überzeugten Mogwai durch eine sehr kräftige und mitreißende Vorstellung mit einer abwechslungsreichen Setliste.

Die Aushilfsschlagwerkerin Cat Myers machte einen mehr als respektablen Eindruck und brachte sich mit einem etwas dynamischeren Spiel, als man es vom extrem stoischen Bulloch gewohnt ist, ein. Mir hat es sehr gut gefallen, dass es in dieser kräftigen Musik eine Spur mehr swingte. Die drahtige junge Dame mit schnittiger Kurzhaarfrisur sorgte auch optisch für Abwechslung im sonst doch recht ereignisarmen Mogwai-Bühnenbild („Kräftige-Jungs-nehmen-nach-dem-Song-einen Schluck-aus-der-Becks-Flasche-und-kriegen-dann-und-wann-eine-andere-Gitarre-umgehängt“). Weniger druckvoll war es deswegen aber keineswegs. Der klassisch-staubtrockene Mogwai-Schlagzeug-Sound schob die Stücke vor sich her wie eh und je.

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Golden Hair – Slowdive im Berliner Huxleys

Strahlend steht Rachel Goswell auf der großen Bühne des Neuköllner Huxleys. Ihr bezauberndes Lächeln und ihr wacher Blick umarmt jeden Einzelnen im Publikum. Der kleine glitzernde Plastikflamingo auf ihrem Keyboard, dieser mythenbeladene Feuervogel, Bote der Liebe und der inneren Ruhe, thront königlich dort oben. „Schaut her, das sind wir“  meint er und gibt großzügig von seinem Glanz auch an das Publikum ab.

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Treffen mit Richard Wright am 11. September 1996 in Wien

Rick Wright 1996 WienHeute berichtet TOM einmal als Gast-Korrespondent auf Pulse & Spirit, der Webseite unseres Freundes Werner von seinem Treffen mit Rick Wright vor genau 21 Jahren in Wien.

Seid umschlungen Millionen*- Jenseits von Millionen auf der Burg Friedland

Junge Eltern schieben ihren Buggy mit dem Nachwuchs durch das Burgtor. Kurz dahinter watscheln die kaum älteren Geschwisterkinder. Die putzigen Kopfhörer legen sich großformatig um die winzigen Gehörgänge. Die farbenfrohen Plastikmuscheln der Ohrenschützer glitzern in der Sonne. Studenten, Schüler, Einheimische, Zugereiste, Oma und Opa, Jung und Alt sowie der Bürgermeister von Friedland finden sich, wie in jedem Jahr, auf der Burg zum Musikfestival „Jenseits von Millionen“ ein. Ein Familientreffen. Häufig mischen sich die Bands, die den musikalischen Rahmen bilden, vor und nach ihren Auftritten unter die Besucher und verbringen dort auch oft das gesamte Wochenende ,um  Konzerte anderer Künstler zu sehen und entspannte Tage zu genießen. Ein großes und friedliches Fest.

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U2 mit dem Joshua Tree im Berliner Regen zurück zu den Wurzeln

Eins vorweg: Ich liebe PopMart und Zoo-TV, ich fand die letzten Alben von U2 streckenweise unerträglich, das letzte sogar gänzlich und habe mir auch mit der iNNOCENCE + eXPERIENCE – Tour zum ersten Mal seit 1997 eine U2-Tour gespart, unter anderem auch wegen der horrenden Preise.

Mit der angekündigten Joshua Tree Tour keimte etwas Hoffnung auf: Da wird einem alten Album gehuldigt. Diesen Ansatz mögen wir, und haben ihn von Roger Waters, Lou Reed, Peter Gabriel, Kraftwerk auch schon wunderbar vorgeführt bekommen. Im Herbst macht sich selbst Heather Nova daran, altes Material wieder aufzuführen. Bisher wurden wir nie enttäuscht. Zurück in die kreativen Zeiten, keine Angst vor neuem, mittelprächtigem Material. Klingt nach einer sicheren Nummer, da sind wir mal wieder dabei, auch wenn es nicht die Zoo-TV Tour ist, die hier wiederbelebt wird. Wir hoffen ein klein wenig auf 2022.

Für die Joshua Tree-Tour konnte das SRT – Team ein paar günstige (und trockene) Tribühnenplätze für 45 Euro im wunderbaren Berliner Olympiastadion ergattern. Mit dabei diesmal auch Matthias, der bereits die Originaltour vor 30 Jahren sah. Einen weiteren mutigen Mitstreiter schickten wir in den Innenraum, der sich eine größere Nähe und besseren Sound durch stundenlanges Stehen im Regen erkaufte.

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City Music- Kevin Morby im Hamburger Nochtspeicher

Die Gitarren waren verpackt. Meg Duffy löste die letzten Kabel von Ihrem Pedalboard. Das Drumset stand gestapelt in der Ecke. Cyrus Gengras scherzte und schob seine Bassgitarre in sein Flight Case.  Die letzten Gäste des Konzertes verließen den Nochtspeicher. Leichter Nieselregen lag über der Hamburger Nacht.

Der Merchandisingstand war so gut wie leergekauft und Kevin Morby signierte die allerletzte LP an diesem Abend. Das letzte Fan-Selfie wurde geknipst. Geduldig beatwortete er jede Frage. Verschwitzt und erschöpft stand er dort in seinem hellbraunen Overall. Lächelnd und offenbar glücklich.

Kevin Morby kam, wie nach jedem Konzert der vergangenen 3 Jahre, zu seinen Fans. Nah, sympathisch und unprätentiös. Der „Boy Next Door“.

Diese Eindrücke erinnerten mich an sein erstes Deutschlandkonzert 2014 („Harlem River Tour“) in der winzigen Hasenschaukel. Einen Steinwurf entfernt.

Seitdem hat sich nichts geändert. Fast nichts.

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Kraftwerk und Air zur Grand Départ der Tour de France in Düsseldorf

Kraftwerk Düsseldorf 2017In diesem Jahr startet die Tour de France in Düsseldorf. Da war es nur logisch, dass die großen Düsseldorfer Radfanatiker von Kraftwerk in den Ehrenhof ihrer Heimatstadt einluden, um ihr Tour de France Album zu spielen, so wie sie es auch schon vor zwei Jahren in Utrecht erfolgreich praktiziert hatten.

Auf dem Weg vom Bahnhof zum Ehrenhof lief das SRT-Team teilweise direkt an der Strecke der Etappe 1 vorbei, und musste diese auch mehrmals überqueren. Die Strecke verlief auch direkt an der Tonhalle und dem Ehrenhof und somit hinter der Bühne. Da das Rennen zeitgleich zur Anreise stattfand, war es das perfekte Rahmenprogramm, für das Konzert, obwohl das Konzert laut Programmheft tatsächlich zum Rahmenprogramm der Grand Départ gehört. Alles eine Sache der Sichtweise. Weiterlesen

Die Entmenschlichung der Mensch Maschine

kraftwerk amsterdam paradiso

Nun ist er da, der neue Kraftwerk 3-D-Katalog und übertrifft alle Erwartungen, leider auch die schlimmsten. Kraftwerk haben ihre 3-D-Katalogtour  ausführlich dokumentiert. Neben einer Best-Of-Variante für den kleinen Geldbeutel, gibt es auch eine Deluxe-Box, die auf vier BluRays alle Katalog-Konzerte visuell dokumentiert. So wünscht es sich der Fan – theoretisch.

In den letzten Jahren hat das Sigge-Rocktours-Team die 3-D-Kraftwerk Show an den verschiedensten Orten gesehen: Düsseldorf, Berlin, Wolfsburg, Amsterdam, Uetrecht, Essen, Leipzig, Poznan und Wien. Jedes Konzert hatte durch die mit Sorgfalt ausgewählte Location ein besonderes Feeling. Wir arbeiteten uns durch den kompletten Katalog der Band (lässt man einmal das Best-of-Album The Mix außen vor), besuchten dafür in Wien sogar vier Kraftwerkkonzerte innerhalb von 30 Stunden.

Dabei erkannten wir immer öfter die Menschlichkeit der Mensch Maschine. Kleine Fehler, Reaktionen auf Applaus, glückliche Musiker statt Roboter.

Auf der neuen Katalogaufnahme ist davon nichts zu sehen oder zu hören. Der 3-D-Katalog kommt klinisch steril daher. Ein Livekonzert ohne Publikum – so etwas gab es zuletzt bei Pink Floyd vor 45 Jahren in Pompeji. Weiterlesen

Mietminderung – Hiervon unberührt : Record Release Gig am 12. Mai

Flyer Mietminderung

Erhältlich als LP/CD/digital ab dem 12. Mai 2017

  

KONTAKT: MIETMINDERUNG@SIGGE-ROCKTOURS.DE

Die Berliner Gruppe MIETMINDERUNG spielt rockigen Gitarren-Pop mit deutschen Texten. Die eingängigen Lieder werden hier und da mit elektronischen Elementen angereichert und behandeln im vorwiegend amtsdeutschen Tonfall zumeist zwischenmenschliche Themen.

Das Debutalbum mit dem Titel „HIERVON UNBERÜHRT“ erscheint am Freitag, den 12.05.2017 als Langspielplatte, CD und digital. Es wurde im vergangenen Herbst im Berliner Studio Audiofenster aufgenommen, produziert von Vredeber Albrecht. Es enthält neun Lieder die das vielseitige Spektrum der Band abbilden: Ob sommerlich-poppig in „KEINEN ANSPRUCH“, episch-postrockig in „SCHRUMPFENDE STÄDTE“, surf-groovig im Titelstück „HIERVON UNBERÜHRT“ oder hypnotisch-vorantreibend in „MITTEL ZUM ZWECK“.

Anlässlich der Veröffentlichung gibt die Gruppe an diesem Abend ein Konzert in der legendären JUNCTION BAR in Kreuzberg. Unterstützt werden die drei Mitglieder dabei von Lars Precht am Bass. Neben den Liedern aus HIERVON UNBERÜHRT kommen dort auch weitere alte und neue Eigenkompositionen zur Aufführung.

 

MIETMINDERUNG

JULIA KOLLOCH: GESANG, GLOCKENSPIEL

NILS LILLIG: SCHLAGZEUG, PERKUSSION

HENNING SIGGE: GITARRE, GESANG, Synthesizer

MIT

LARS PRECHT:  BASS, GITARRE

HIERVON UNBERÜHRT

LP/CD/DIGITAL ab 12.05.2017

AUFGENOMMEN IM  AUDIOFENSTER, BERLIN IM NOVEMBER 2016

MISCHUNG/MASTERING: VREDEBER ALBRECHT

PRODUKTION: MIETMINDERUNG UND VREDEBER ALBRECHT

 

TITELLISTE

VERLASSEN SIE DIESEN MANN

KEINEN ANSPRUCH

GENTRIFICATION ROW

DING DER UNMÖGLICHKEIT

MITTEL ZUM ZWECK

HIERVON UNBERÜHRT

MEINE COUSINE AUS BIELEFELD

GEGENSTAND IHRER BESCHWERDE

SCHRUMPFENDE STÄDTE

 

Stuck In A Dream- Jawbones im Berliner Bassy Club

Joe Dillworth lehnt entspannt am DJ-Pult. Er nippt am Bier und die Zigarette glimmt zwischen seinen Fingern. Zigarettenrauchschwaden schimmern im diffusen Licht des Bassy Clubs. Es ist kurz vor Mitternacht, als Anton Newcombe zum letzten mal die Regler der Soundanlage nach oben schiebt. Das Schwarz des Vinyls glitzert im Licht. „Throbbing Gristle“ vom kommenden Album „Dont Get Lost“ seiner Brian Jonestown Massacre erklingt und ich werfe Ihm rasch ein verhuschtes Lächeln zu.  Klar kenn‘  ich den neuen Song!  Es scheint Ihn zu freuen.

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Götterdämmerung im Bällebad. The Flaming Lips in Berlin

Flaming Lips Berlin Race for the Price

Man kann den Flaming Lips nicht vorwerfen sie würden halbe Sachen machen: Gleich im ersten Song – dem sowieso schon mitreißenden „Race for The Prize“ – wird die Menge Konfetti ins Publikum geschossen, mit der der geneigte Bühnentechniker sonst eher das Olympiastadion bedenkt. Zeitgleich segeln Dutzende Riesenluftballons in die Halle – sofort fühlt man sich mitten ins Bällebad auf einem sehr sehr durchgeknallten Kindergeburtstag versetzt. Regression? Weltflucht? Das breite Grinsen kann man sich jedenfalls nicht so schnell aus dem Gesicht wischen. 

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