2015-04-20 16.50.08Glück gehabt: Beim Preisausschreiben der Plattenfirma konnten wir zwei Einladungen für das kurzfristig anberaumte Fan-Konkonzert im Studio 5 der Berliner-Union-Film-Studios ergattern. Auf der Studiobühne der Fernsehsendung „Circus Halligalli“ spielten Blur im Anschluss an die Aufzeichnung der Fernsehsendung. Vor 200 Zuschauern gab es ein knackiges, einstündiges Konzertm bei dem das neue Album The Magic Whip (fast ganz – es fehlte wohl der Ice Cream Man) am Stück vorgetragen wurde. Es war ein mitreissender Abend bei dem die neuen Stücke im Mittelpunkt standen und der keinen Zweifel ließ, dass es sich bei diesem Comback um eine gute Idee handelt.

Damon Albarn hüpfte bei den punkig-rockigen Nummern flummi-mäßig wie ein aufgeputschter Pub-Besucher auf und nieder und feuerte das Publikum erfolgreich zum Mitsingen und Arme-Hochreißen an. Abwechselnd dazu wurde der Inhalt einiger Tafelwasserflaschen zur Belustigung ins Publikum und auf den Roadie verspritzt. Graham Coxon verrichtete dagegen in geradezu stoischer Ruhe seine Aufgabe und belegte die neuen Songs vielseitigen TIMG-20150421-WA0003IMG-20150421-WA0001exturen einigen knappen aber konzentriert vorgetragen Soli.

Erster Höhepunkt war für mich gleich das knackige Lonesome Street gleich zu Anfang. There Are to Many of Us erzeugt live einen schönen Sog, wenn vom der Rythmus vom militärischen Trommelwirbeln auf den treibenen den Rockrythmus wechselt. Stark! Gut gefallen hat mir auch das lässige Ghost Ship. IMG-20150421-WA0000Immer wieder fiel auf, wie Coxon die Songs mit wirkungsvollen Linien ausschmückt, die gleichzeitig einfach und verschroben daherkommen.

Mit dem unbedraften La-La-La-Ohrwurm Ong Ong und dem herrlich-elegisch zwischen Western-Surf und Asia-Kitsch schwankendem Schlussstück Mirroball endete die Magic-Whip-Portion des Abends mit zwei der stärksten Songs vom neuen Album.

Das taumelnd-extatische Beetlebum und das rotzige Trouble in the Message-Center aus Parklife gab’s als Nachschlag. Tolles Konzert. Glück gehabt!

 

Fotos: EB