Für das Sigge-Rocktours-Team neigen sich nach ein paar verrückten Tagen die Nick-Mason-Wochen dem Ende zu. Mit den Konzerten in Berlin und Leipzig endet für uns vorerst die wunderbare Reise zurück in die späten 60er und frühen 70er. Ein paar Tage vorher gab es noch den Besuch der Pressekonferenz zur Eröffnung der Pink Floyd Ausstellung in Dortmund. Die Band steigerte sich von Konzert zu Konzert. Es ist eine Freude, ihr dabei zuzusehen. Viele Erlebnisse und Eindrücke, die man erst einmal verarbeiten muss.

Bevor das grandiose Konzert startete, gab es in Leipzig allerdings erstmal ein paar Stimmungsdämpfer. Offenbar wurden Tickets mit unterschiedlichen Saalplänen verkauft. Die Blöcke A1 und A2 wechselten plötzlich die Seiten. Bewusst hatten wir damals Tickets im linken Block gekauft, fanden uns dann aber auf der rechten Seite wieder, da der Veranstalter kurzerhand die Beschilderung umstellte. Die Security benahm sich nach Aussage eines anderen Gastes „wie in alten Tagen“. Arrogant, desinteressiert und wenig lösungsorientiert („Ich mache nur was man mir sagt!“).

Kurz vor Konzertbeginn positionierten sie ihre Mitarbeiter dann auch noch stehend vor der Bühne, direkt im Blickwinkel der Zuschauer in den ersten Reihen. Kurz fragten wir uns, ob heute Roger als Gaststar auftritt, und dieses Schauspiel die Vorboten von In the Flesh oder Waiting for the Worms darstellen. Leider weit gefehlt. Die Leute von l.s.c. meinten es tatsächlich ernst.

Normalerweise sitzt die Security überall an solchen Positionen. Sich direkt aufrecht vor jemanden, der in der ersten Reihe sitzt, zu stellen ist schon eine Provokation. Als sich eine betroffene Dame beschwert, wurde nur gelacht und als Machtdemonstration auf der anderen Seite gleich noch demonstrativ ein Hansel direkt vors Publikum gestellt.

Schergen in Leipzig

Wir sind hier nicht bei den Böhsen Onkelz sondern bei einem 74 jährigen, netten alten Mann, bei dem man 80 Euro für einen Sitzplatz in den ersten Reihen zahlt. Wer das als Veranstalter nicht unterscheiden kann, versteht seinen Job nicht.

An der Tür konnten wir handgreifliche Auseinandersetzungen und das Drohen mit „Ticketentzug“ beobachten, weil sich wohl einige Leute aufgrund schlechter Beschilderung an der falschen Schlange angestellt hatten. Unser Eindruck wurde uns vor Ort und in Diskussionen auf Pulse & Spirit bestätigt und schon als „typisch für Leipzig“ eingeordnet. Jeder Veranstalter blamiert sich so gut wie er kann.

Das Publikum aus Leipzig war allerdings auch nicht gerade höflich. Bei allen vier Konzerten, die wir vorher erlebten, war es still als Emma Tricca das Vorprogramm bestritt. In Leipzig herrschte ein Lärmpegel wie in einer vollbesetzten Kneipe, was wohl auch an weiterem Organisationschaos im Haus Auensee lag, wie einige Zuschauer später schilderten.

Dann ging das Licht aus, Hans Keller beschwerte sich und die Band entschädigte uns mit einem furiosen Konzert. Vorerst fehlen uns weitere Worte, daher belassen wir es heute bei ein paar Bildern:

Das Konzert selbst hat Henning näher beschrieben. 

 

 

Crash, crash, crash, crash, goodbye
Crash, crash, crash, crash, goodbye
Crash, crash, crash, crash, goodbye
Crash, crash, crash, crash, goodbye
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Crash, crash, crash, crash, goodbye
Crash, crash, crash, crash, goodbye
Crash, crash, crash, crash, goodbye
Crash, crash, crash, crash, goodbye

Setlist:

  1. Interstellar Overdrive
  2. Astronomy Domine
  3. Lucifer Sam
  4. Fearless
  5. Obscured By Clouds
  6. When You’re In
  7. Vegetable Man
  8. Arnold Layne
  9. If
  10. Atom Heart Mother
  11. The Nile Song
  12. Green Is The Colour
  13. Let There Be More Light
  14. Set The Controls For The Heart Of The Sun
  15. See Emily Play
  16. Bike
  17. One Of These Days
  18. A Saucerful Of Secrets
  19. Point Me At The Sky

Das Sigge-Rocktours-Team begleitet Nick Mason und seine Saucerful of Secrets in: