Volkswagen hatte zu den Moviementos in die Autostadt geladen. Zu diesem Anlass sollten Kraftwerk im alten Heizkraftwerk drei Konzerte geben, die in wenigen Minuten ausverkauft waren. Kurz vor den Konzerten kamen relativ unbeachtet noch einige zusätzliche Karten in den Verkauf, von denen wir uns drei sicherten, um Henning zum Geburtstag zu überraschen. So trafen wir uns von Westen (Herford) und Osten (Berlin) kommend auf halbem Weg in Wolfsburg um Kraftwerk zu sehen. Für einen Pink Floyd Fan ist ein altes Kraftwerk natürlich der ideale Konzertort. Auf dem Gelände der Autostadt lief alles sehr entspannt ab. Die meisten Besucher wussten wohl gar nichts von dem anstehenden Konzert. Im Einlassbereich gab es auch praktisch kein gedränge. Entspannte Leute, die über geharkten Kies vorbei an den freundlichen VW Mitarbeitern zur Schwimmpontonbrück flanierte, die auf dem Weg zum alten Kraftwerk passiert werden musste.
Da wir gar nicht wussten, womit wir zu rechnen hatten, waren wir sehr erstaunt, als wir langsam aber sicher bemerkten, dass dies ein sehr kleines Konzert werden würde.
VW Mitarbeiter in Anzügen überreicheten den Besuchern Pferrminzdrops und ein kleines Büchlein über die Moviementos. Nur knapp 2000 Zuschauer fasste der Zuschauerraum. Rund 500 Zuschauer fanden in einem unbestuhlten Bereich vor der Bühen Platz.
Wir ergatterten einen Stehplatz in der ersten Reihe, direkt vor Ralf Hütter.

Das Konzert war großartig. Auch wenn die Setlist mit Ausnahme von „Schaufensterpuppen“ wenig Überraschungen bot, war man hin und weg von der Mensch Maschine, die Musik und Videoprojektionen zu einem grandiosen audiovisuellen Erlebnis kombinierte. Dieser Eindruck steigerte sich noch bei den Zugaben. Für die letzetn Songs wurden 3D-Brillen ausgeteilt, da die Projektionen nun im 3D-Modus erfolgten. Das Ergebnis war verblüffend. Bei Vitam flogen scheinbar rotierende bunten Pille durch den Raum und man ertappte sich dabei, dass man unweigerlich nach den Pillen zu greifen versuchte.