Royal BloodEs musste so kommen!  Durch diese Wucht, diese energetische und schweißtreibende Bühnenpräsenz und mit diesem sagenhaften Debütalbum, haben sich die zwei jungen Kerle aus Brighton binnen eines Jahres an die Spitze der Charts katapultiert und sie zu einem der heißesten Live-Acts der heutigen Zeit werden lassen.

Sigge-Rocktours hatte bereits, als Royal Blood noch als „Geheimtipp“ gehandelt wurden, im vergangenen Mai und im September begeistert von Ihren ersten beiden Berlin Auftritten berichtet verbunden mit der „prophetischen“ Frage „The Next Big Thing?“

Nun also schon das Astra, einem Saal der 1.500 Besucher fasst und ebenso restlos ausverkauft war, nachdem der Gig schon vom kleineren Postbahnhof „hochverlegt“ wurde, wie es so schön im  Veranstaltungsbereich heißt.

Royal Blood enttäuschten auch im Astra nicht und boten erneut all dass, was sie live so unwiderstehlich macht: Präsenz, Qualität, Wucht und Dynamik! All das wäre aber nur halb so gut, wenn Ihre Songs nicht die Durchschlagskraft hätten, die Ihnen so eigen ist und sie sich somit binnen kürzester Zeit solch eine Fangemeinde erarbeiten konnten. Respekt!

Sie spielten sich professionell durch das (mir) altbekannte Set welches Sie seit Mai mit kleinen Variationen dem Publikum präsentieren. Ben Thatcher wühlte sich durch sein Kit und Mike Kerr war erneut großartig an den Saiten. Der Sound an diesem Abend war auch wieder ausgesprochen gut und sehr laut.

Der Mosh Pit, der mitunter ungeahnte Ausmaße (bis hin zum Circle Pit) annahm und sich die wilde und begeisternde „Menschentraube“ durch das halbe Astra fräste, war einfach nur großartig und bildete den würdigen Rahmen für diesen Abend. Glückliche und verschwitze Gesichter überall. Out of the Black war wieder der überragende Setcloser und womöglich könnte das Ihr Seven Nation Army auf Jahre hinaus sein. Es scheint, als wenn der Weg von Royal Blood nach ganz oben nicht aufzuhalten ist. The Next Big Thing!

Was bleibt?

Es wird spannend zu beobachten, wie sie das „schwierige“ zweite Album meistern, welche Instrumente und Variationen sie ihrem Sound, ihrer Musik hinzufügen um sich von den unzähligen Duos (Schlagzeug/Gitarre[Bass]) der heutigen Zeit abzuheben.

Es wird interessant werden, wie sich der Erfolg auf den kreativen Prozess Ihres Schaffens auswirkt, welche Entwicklung diese junge Band nehmen wird, die „wie aus dem Nichts“ im Rock-Establishment angekommen ist. Sie werden noch größere Hallen bespielen und ich wage einen Tipp, dass Sie in ein paar Jahren Headliner vom Glastonbury Festival sein werden. Das wünsche ich Ihnen.

Wir werden die beiden Musiker im Auge behalten und alle Antworten auf die zwingenden Themen zu Royal Blood werden hier bei Sigge-Rocktours nachzulesen sein.

Stay tuned!