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Arne, Henning & Tom on Tour - Konzerttagebuch

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Their Mortal Remains – Nick Mason eröffnet Pink Floyd Ausstellung im Dortmunder U

Their Mortal Remains Dortmunder U

Heute eröffnet im Dortmunder U die Pink Floyd Ausstellung Their Mortal Remains ihre Pforten für die Öffentlichkeit. Sigge-Rocktours durfte bereits gestern mit anderen Pressevertretern die Ausstellung  besuchen und viele Fotos machen. Im Zuge unserer Nick Mason Wochen hier auf Sigge-Rocktours ließen wir es uns nicht nehmen, auch der Pressekonferenz mit Nick und Aubrey Powell beizuwohnen und einige Fragen zu stellen.

Die Pressekonferenz begann mit einer Einführung vom Dortmunder Bürgermeister, der in den 80er Jahren während seines Studiums als Stagehand in der Dortmunder Westfalenhalle gearbeitet  hat. Die Wallkonzerte verpasste er allerdings wegen eines Studienaufenthalts in Burma, was ihm seine Kollegen hinterher immer wieder unter die Nase hielten. Kein Wunder also, dass er das Schwein im Foyer der falschen Tour zuordnete.  Geschenkt. Bevor Nick zu Wort kam, gab es noch ein paar Worte vom sympathischen und sichtlich bewegten Direktor des Dortmunder U, Edwin Jacobs.

Nun kamen Mason und Aubrey Powell zum Zuge. Nick erzählte gewohnt launig von der Entstehung der Ausstellung und wie er sie fast (versehentlich) verhindert hätte, als er auf die erste Anfrage lachend erwiderte, dass das sicher nix wird, da sie im Gegensatz zu Bowie (dessen Ausstellung damals in aller Munde war) nur ein einziges  T-Shirt und einen Ledermantel hätten, die sie ausstellen könnten.

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Bikes, Sequenzer und das große Ganze: Nick Mason in Düsseldorf

Nick Mason 20180911 Düsseldorf

Wenn man sich mehrere Konzerte einer Tour ansieht, ist es ratsam, die Shows nicht immer nur aus den ersten Reihen zu verfolgen, sondern das Geschehen auch mal mit etwas Abstand zu betrachten. Für mein zweites Konzert von Nick Masons Saucerful of Secrets wählte ich daher in Düsseldorf eine Position, die sich in etwa  in der Mitte der Halle – auf halben Weg zum Mischpult  – wiederfand. Die etwas optimistische Planung des deutschen Promoters mit fünf Konzerten in Deutschland und Auftrittsorten wie der Philipshalle  (heute Mitsubishi Electric Halle) führten dazu, dass ein Teil der Halle und die oberen Ränge abgehängt werden mussten. So hatte man zumindest das Gefühl in einem vollen Haus zu sitzen.

Von hier aus, hat man einen gänzlich anderen Blick auf das Geschehen. Die Show, und nicht mehr die einzelnen Protagonisten bestimmen den Eindruck, der im Hirn hängen bleibt. Weiterlesen

Überrasch mich, Vegetable Man – Nick Mason und die Saucerful of Secrets in Amsterdam

Nick Mason Saucerful of Secrets Amsterdam 20180906

Die Magie des Moments ist in einem Konzert wichtig. Heutzutage wird sie leider zu oft durch die sofort verfügbaren Youtube-Schnipsel anderer Konzerte vorweggenommen. Das vierte Konzert von der Tour von Nick Mason  und seinen Saucerful of Secrets sollte mein erstes sein. Daher verordnete ich mir den Tagen seit dem Tourstart  Youtube-Abstinenz und bat auch die Berliner SRT-Fraktion, die zwei Tage zuvor den Deutschlandauftakt der Tour in Rostock besuchte, möglichst wenig zu spoilern.

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Nick Masons Frühwerk-Schau in Rostock

Nick Mason Rostock

Die Deutschlandpremiere der Saucerful of Secrets“-Konzertreihe fand in einem unwirtlichen Gewerbegebiet unweit des Rostocker Fischereihafens statt. Der Veranstaltungsort Moya in der ehemals volkseigenen Rostocker Zündwarenfabrik war für diese Tournee und den Pink Floyd-Kosmos eher unüblich gewählt. Als kleinste Spielstätte der Tour und –ursprünglich – als Stehplatzkonzert auch etwas günstiger anberaumt, hatte der Ort aber durchaus seinen Reiz.

Pink Floyd-Schlagzeuger Nick Mason macht seit diesem Frühjahr – völlig überraschend – Fan-Träume wahr und spielt mit einer neu zusammengestellten Band kreuz und quer durch das Frühwerk der Band, welches von seinen ehemaligen Kollegen und der Vielzahl an Coverbands weitestgehend ignoriert wird (einige löbliche Ausnahmen bestätigen diese Regel). Masons Truppe spielt dieses Material mit Verve und unübersehbarer Spielfreude. Dabei hält man sich nicht sklavisch an die Originale sondern interpretiert sie bisweilen neu – würdevoll und Geiste der ursprünglichen Komposition.  Weiterlesen

Das Pop-Kultur Festival in der Berliner Kulturbrauerei

Das Pop Kultur Festival fand wie bereits im vergangenen Jahr in der Kulturbrauerei an der Schönhauser Allee statt. Für mich der beste Platz für dieses Festival, welches bereits an verschiedenen Orten der Stadt ( Berghain, Neukölln) ausgerichtet wurde.

Die Vielfalt der Konzertbühnen aber insbesondere die räumliche Nähe der einzelnen Auftrittsorte, machen dieses 3 Tage Festival- neben der Programmvielfalt- zu einem besonderen Erlebnis im nicht armen und umfangreichen Berliner Kunst-und Kulturkalender.

Der Sigge-Rocktours Express hat in auch in diesem Jahr verschiedene Konzerte besucht.

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The Brian Jonestown Massacre auf Europa Tournee

The Brian Jonestown Massacre, Berlin, Heimathafen Neukölln,13.08.2018 Fotocredits: Christopher Rimmer (thank you)

The Brian Jonestown Massacre sind in diesem Jahr auf einer umfangreichen Welttournee die bereits im Frühjahr in den USA begonnen hat und in Australien und Neuseeland fortgesetzt wurde. Auch am anderen Ende der Welt erfreut sich die Band um Ihren Anführer Anton Newcombe seit jeher großer Beliebtheit.

Ausverkaufte Shows sind die Regel und auch zu großen und bekannten Festivals werden „die BJM“ regelmäßig eingeladen.

Mit zwei neuen Plattenveröffentlichen in diesem Jahr ist der kreative Output des seit Jahren in Berlin lebenden Anton Newcombe scheinbar unerschöpflich, zumal eine weitere VÖ mit Tess Parks  kurz bevorsteht. Alle Alben werden grundsätzlich in seinem Studio in der Nähe des Berliner Nordbahnhofs eingespielt und aufgenommen.

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A Different Point of View – Roger Waters im Berliner Doppelpack

Zwei verschiedene Shows zeitgleich in einer Halle

Als die Termine für die Europa-Tour bekannt wurden, kannten wir schon den Aufbau der Bühne inklusive dem Konzept der in der Hallenmitte schwebenden Battersea Powerstation. Daher wollten wir die Waters-Konzerte aus verschiedenen Positionen erleben. In Hamburg hatten wir uns für eine Position auf den seitlichen Tribünen in der Hallenmitte auf halber Höhe entschieden, um den besten Blick auf die Battersea Powerstation zu haben. In Berlin sollte es den besten Blick auf die Band geben, zu vertretbaren Preise, denn inzwischen sind die ersten Reihen bei Waters Konzerten auch Platin-Packages vorbehalten oder kosten Preise, die auch wir nicht bereit sind, für ein Konzert von Herrn Waters zu zahlen. So saßen wir in Reihe 13, der ersten Reihe mit vertretbaren Preisen, genau mittig unter den Rollos der BPS. Dann kam das Zusatzkonzert am Freitag in den Verkauf. Hier sollten die Tickets günstig sein und eine gute Sicht auf die Band bieten. Also entschieden wir uns für die erste Reihe in einem der vorderen Blocks des Oberrangs – übrigens keine optimale Wahl für Leute mit Höhenangst.

Von hier aus hatten wir sowohl die Leinwände in der Hallenmitte, als auch die Band gut im Blick. Nach dem Auftakt in Hamburg, sahen wir das erste Konzert in Berlin demnach auch wieder von der rechten Hallenseite. Wie in Hamburg war auch hier der Sound glasklar – in einer Halle, in der wir von Neil Young schon schlimmsten Soundbrei präsentiert bekommen haben. Respekt für das Soundteam von Waters, auch wenn es für unseren Geschmack etwas lauter sein konnte. Die Quadrophonie-Soundeffekte waren auch in dieser Position bemerkenswert. Ein technisches Problem auf unserer Hallenseite minderte den optischen Genuß in der 2. Konzerthälfte etwas. Einer der Beamer war ausgefallen und somit blieb eines der acht Kraftwerkssegmente farblos.

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Das fliegende Kraftwerk – Roger Waters US + THEM Tourauftakt in Hamburg

Deutschlandauftakt der US+THEM Tour von Roger Waters in Hamburg. In der ausverkauften Barclaycard-Arena sah das SRT-Team das erste von vier Konzerten der aktuellen Tour. Vor der Halle wurden Flyer verteilt, die auf der einen Seite das neue Waters Album bewarben und auf der anderen Seite David Gilmours letztes Live-Album. Willkommen im Konsumland, die Grabenkriegen der Anhänger der einzelnen Lager finden hier offenbar nicht statt.

Das Konzert startet faktisch um 20 Minuten nach Acht mit einer soliden Version von Speak to Me und Breathe. Mit One of These Days folgt ein Setlist-Knaller, mit dem man vor den 2016er Mexico- und Desert Trip Konzerten von Waters nie gerechnet hätte. Uns klingt noch die majestätische Pompeii Version vom Kollegen Gilmour im Ohr.

Roger Waters Hamburg 14.05.2018

Wo einen unter neapolitanischem Abendhimmel Mr. Screen optisch aufputschte, übernimmt dies heute Abend die riesige LED Wand mit psychodelisch verfremdeten  Filmschnipseln, getrieben von Rogers prägnantem Bass-Spiel. Das dominante Slide-Solo des Kollegen aus Brighton nimmt in dieser Version eine untergeordnete Stellung ein. Macht nix, hat trotzdem Spaß gemacht, ebenso wie Welcome To The Machine.

Roger Waters Hamburg 14.05.2018

Mit Déjà Vu, The Last Refugee und Picture That folgen nun drei Songs vom neuen Album. Großartig, noch viel bewegender als auf dem Album. Hier legt Roger sein Herz rein. Ich könnte das komplette Album am Stück live von ihm hören.

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Bob Dylan zu Besuch in der Stadt, die es gar nicht gibt.

Bielefeld, Seidenstickerhalle. Mein zehntes Dylan-Konzert in 20 Jahren, nun in der Heimatstadt. Zuletzt war ich 2013 im Berliner Tempodrom dabei, inzwischen ist mal wieder einiges passiert: Sinatra-Alben, Nobelpreis, American Songbook-Album – nun ja. In Dylans Wohnzimmer – auf der Bühne- ist im Grunde aber alles beim alten geblieben: Filmscheinwerfer, Vorhang, keine Fotos – Bitte. Neben seinem „Things Have Changed“-Oscar steht nun eine Büste der Poesie – vielleicht als Hinweis auf die Stockholmer Ehrung. Nun, dort geht es ja auch gerade drunter und drüber.

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Hennings Jahresabschluss 2017

Zeit für noch eine weitere Aufarbeitung des Kalenderjahres 2017. Das Sigge-Rocktours-Team wünscht allen Besuchern der Seite besinnliche Feiertage und alles Gute für das neue Jahr!

Meine Lieblingsplatten 2017:

Cameron Avery – Ripe Dreams Pipe Dreams

Reich instrumentierte, abwechslungsreiche Platte rund um Averys Crooner Stimme. Die Streicher streichen, die Engel singen: Wasted on Fidelty! Weiterlesen

Toms Konzertrückblick 2017

Auch in diesem Jahr ein kleiner Rückblick auf die zurückliegende Konzertsaison.

Was war neu?  Ein Jahr ohne einen Besuch im Astra, Bi Nuu und SO36. Dafür gab es spannende  Abende im neuen Festsaal Kreuzberg am Flutgraben (Konzertort des Jahres) und einige neue und interessante Auftrittsorte kamen hinzu:

  • das wunderbare Live at Sunset in Zürich (Norah Jones)
  • den kargen Internet Explorer (AG Form)
  • den großartigen Hamburger Nochtspeicher (Kevin Morby)
  • den kleinen Sabotage Club in Lissabon (Motorama)
  • den Ehrenhof in Düsseldorf (Kraftwerk)
  • den klein anmutenden Bruder des Berghains, das SchwuZ in Neukölln (Mogwai)
  • und das edle Silent Green im Wedding (Noveller).

Die Konzertentdeckungen waren in diesem Jahr u.a. Heim, Schnipo Schranke, Hannah Lees, AG Form, Wolf Mountains, Cult Hands, All diese Gewalt, Perilymph, Jawbones, Cameron Avery und Cian Nugent.

Weiterhin gab es einen tollen Record Release Gig von Mietminderung anlässlich Ihres Debüts „Hiervon unberührt“ in der Junction Bar.

Hier die 35 interessantesten Konzerte in diesem Jahr:

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Licht ins düstere Antrophozän. Nick Caves Beschwörungszeremonie in Berlin.

Nick Cave Berlin 2017

Über diesen Abend wird noch lange zu reden sein: Nick Cave gab in der Max-Schmeling-Halle  ein sensationelles Konzert, das den Künstler ganz im hier und jetzt und auf einem  Höhenpunkt seines Schaffen zeigte.  Vor dem Hintergrund einer persönlichen Tragödie scheinen sich das Werk und die charismatische Bühnenpräsenz dieses Mannes noch verdichtet und intensiviert zu haben. Kaum ein Song aus seinem Katalog, der nicht zwangsläufig eine tiefere Bedeutung über Verlust und den Umgang damit erfahren hat. Seine neuen Songs entfalten auf der Bühne durch die eindringliche Aufführung eine drückende Kraft, die sich auf der Platte nur erahnen lässt. Weiterlesen

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