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Arne, Henning & Tom on Tour - Konzerttagebuch

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U2 360° in Berlin

Am 18. Juli besuchte ich das U2-Konzert im Berliner Olympiastadion. Nach dem mich das „Vertigo“-Konzert im Jahr 2005 enttäuscht hatte, wollte ich dieses Mal eigentlich gar nicht gehen – ein Freund war verhindert und trat mir seine Karte ab. Das Stadion war am Ende voll besetzt, wobei noch viele Tickets vor der Tür unter Kaufpreis verkauft wurden, es wurden angeblich auch einige verschenkt. Unsere Plätze waren weit von der Bühne entfernt und boten einen guten Überblick über die gesamte Schüssel. Dank hochauflösender Videotechnik und ordentlichem Ton war es aber ganz angenehm, sich das Ganze aus der Entfernung anzuschauen. Die Bühnenarchitektur ist schon sehr beeindruckend, die vier Arme des Bühnendaches wirken sogar einigermaßen filigran. Im senkrechten Pylon der Anlage sind einige eindrucksvolle Lichtanlagen und ein ellipsoider Videoscreen, der sich wie ein Thrombosestrumpf nach unten strecken kann, untergebracht. Dem geneigten Pink Floyd-Fan fielen natürlich gleich die „Blütenkelch“ –Regenschirme auf, die die 1977er “In The Flesh“-Bühne vor Regen und Sonne schützen sollten – ursprünglich ein Entwurf des Architekten Frei Otto. Weiterlesen

Lachshäppchen mit Heather Nova

Ich hatte das Glück, Heather Nova noch auf dem – meiner Meinung nach – Höhepunkt ihres musikalischen Schaffens live zu erleben. Rückblickend muss man sagen, dass bereits mit dem Album Siren ein Stillstand zu erkennen war. Alles was danach kam war eine mir unverständliche Hinwendung zum Mainstream und Easy-Listening-Sound. Ob Sinneswandel oder von gierigen Plattenbossen dazu gedrängt mag dahin gestellt sein. Das Album South verärgerte zahlreiche Fans, da es durch eine Kopierschutz auf einigen CD-Playern gar nicht abspielbar war. Dabei war der Inhalt in meine Augen (und Ohren) der beste Kopierschutz.

Aber das kam alles später. An diesem 26. April 1998 war die Welt noch in Ordnung. Die Plattenfirma hatte eine kleine Promotour zum Erscheinen des neuen Albums organisiert, bei der das Album Siren im Rahmen kleiner Konzerte mit echten Fans der Presse vorgestellt werden sollte. Die beiden Deutschlandkonzerte waren schnell ausverkauft. Da ich damals auch als freier Mitarbeiter eine Zeitung tätig war, kam ich in den Genuss eines Platzes auf der Gästeliste (was übrigens nicht mein üblicher Weg ist um an Konzertkarten zu kommen. Abgesehen von diesem Konzert und einem Fish Konzert in Bielefeld, habe ich nie von meinen Presseverbindungen profitiert). Weiterlesen

Kraftwerk im Kraftwerk

Volkswagen hatte zu den Moviementos in die Autostadt geladen. Zu diesem Anlass sollten Kraftwerk im alten Heizkraftwerk drei Konzerte geben, die in wenigen Minuten ausverkauft waren. Kurz vor den Konzerten kamen relativ unbeachtet noch einige zusätzliche Karten in den Verkauf, von denen wir uns drei sicherten, um Henning zum Geburtstag zu überraschen. So trafen wir uns von Westen (Herford) und Osten (Berlin) kommend auf halbem Weg in Wolfsburg um Kraftwerk zu sehen. Für einen Pink Floyd Fan ist ein altes Kraftwerk natürlich der ideale Konzertort. Auf dem Gelände der Autostadt lief alles sehr entspannt ab. Die meisten Besucher wussten wohl gar nichts von dem anstehenden Konzert. Im Einlassbereich gab es auch praktisch kein gedränge. Entspannte Leute, die über geharkten Kies vorbei an den freundlichen VW Mitarbeitern zur Schwimmpontonbrück flanierte, die auf dem Weg zum alten Kraftwerk passiert werden musste. Weiterlesen

Roger Waters Hamburg Colour-Line Arena, 19.04.2007

It means a lot to us.

Das Waters-Konzert in der Hamburger Colorline Arena hat mir sehr sehr gut gefallen – schön zu sehen, nachdem das einzige Deutschland-Konzert im letzten Jahr in Berlin nicht unbedingt zu Waters besten Momenten gezählt werden konnte.

Waters hat seine Dark Side of the Moon-Show kräftig überarbeitet und das hat der Sache gut getan: Das Lichtdesign ist jetzt sehr zurückhaltend aber präzise und effektvoll. Die Filme sind jetzt überwältigend und bilden eine schöne erzählerische Klammer für das ganze Set. Gut das der Lichtzaun hinter den Musikern verschwunden ist, ebenso wie die kreisförmige Traverse mit Lampen, (die wohl im letzten Jahr für den nötigen Floyd-Wiedererkennungswert sorgen sollte). Erstaunlich fand ich allerdings, dass die Anordnung und Art der neuen Beleuchtung fast exakt der On an Island Tour von Gilmour entsprachen – was einmal gut war, kann zweimal wohl nicht schlecht sein. Marc Brickman ist ein Meister seines Fachs und erzeugt mit einfachen Mitteln tolle Bühnenbilder: zum Beispiel einen Wald aus schlanken, weißen Lichtstelen bei CN (Erinnerte mich an eine ähnliche Sequenz im zweiten Teil von Echoes bei Gilmour 2006). Weiterlesen

Roger Waters Gelredome 05.05. 2007

Things Have Changed.

Waters spielte in Arnheim im „Gelredome“, dem dortigen Fußballstadion. Es handelt sich dabei um ein überdachtes Fußballstadion ohne nennenswerte architektonische Gestaltung und Atmosphäre mit einer Kapazität von 25.000 Zuschauern. Der Innenraum war eng „gepackt“, es könnten meiner Meinung nach auch gut 30.000 oder noch mehr Zuschauer gewesen sein. Damit ist Waters’ „Dark Side of the Moon“-Tour endgültig (nach Südamerika jetzt auch in Europa) im Stadionformat angekommen. Weiterlesen

Roger Waters Jones Beach 1999

Jones Beach ist ein Badestrand auf Long Island. Zu ihm gehört eine Konzertarena, deren Bühne quasi im Wasser steht. Die Zuschauer sitzen auf einer Halbrunden Tribühne am Strand und haben so einen Grandiosen Ausblick auf die Bühne, das Meer und das dahinter aufragende Manhatten. Vor dem Konzert können sich die Konzertbesucher am Strand vergnügen:

Arne und Henning vor der Jones Beach Arena

 Eine grandiose Kulisse für ein grandioses Konzert. Die meisten Eindrücke der drei Konzerte der In The Flesh Tour, die wir 1999 in den USA gesehen haben stammen daher von diesem Konzert. The Powers That Be, nur auf der 99er Tour gespielt ist mir von diesem Abend besonders prägnant im Gedachnis geblieben.

Snowy White erfährt, was er im Sommer macht

Snowy White tourte im Frühjahr 1999 mal wieder mit seinen White Flames durch Deutschland und machte, wie auch im Jahr zuvor, Station im Bielfelder dem Club Elfenbein. Wie im Jahr zuvor gaben die White Flames ein großartiges Konzert vor knapp 150-200 Zuschauern.

Es hat schon was, wenn die Band an der Bar vorbei durchs Publikum schlendert um in den Backstagebereich zu kommen. Nach dem Konzert schaffte ich es im Backstagebereich ein paar Worte mit Snowy zu wechseln. Gerade waren die ersten Hinweise auf eine mögliche Roger Waters US-Tour im Sommer aufgekommen. Ich fragte ihn, ob er davon gehört hätte, oder sogar in einer Form involviert sei. Bei der Frage sah er mich erst ungläubig an,

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U2 Popmart Hannover

Zusammen mit der ZOO-TV Zeit ist die Popmart-Ära für mich der Höhepunkt der Karriere von U2 gewesen. Danach ging es abwärts. Viele U2 Fans mochten diese Phase der Band nicht, doch ich denke, mit der Popmart Tour haben zu zum letzten mal eine wirklich überwältigende Show auf die Beine gestellt, die eine Aussage hatte und als ganzes in sich geschlossen wirkte. Weiterlesen

Pink Floyd 2. August 1994 Köln

Am 2. August 1994 besuchte ich zusammen mit meinem Bruder das Pink Floyd-Konzert im Müngersdorfer Stadion in Köln. Ich war sechzehn und es sollte meine erste Pink Floyd-Show sein und das erste Stadionkonzert, das ich sah. Mein Bruder hatte die Band schon 1989 an gleicher Stelle auf der „Another Lapse“-Tour gesehen und mich mit seiner Begeisterung für die Musik angesteckt.

Wir wollten uns nicht schonen und setzten uns nach dreistündiger Anfahrt erstmal weiter drei Stunden vor den Eingang um auf die Einlass zu warten. Nach den Kontrollen stürzten wir mit einigen hundert anderen Fans ins Stadion um in den „Front of Stage“ Bereich – so nennt man das heute, damals war es wohl eines der ersten Tourneen, die einen Sicherheitsbrecher ca. 30-40 Meter vor der Bühne hatten, Weiterlesen

Pink Floyd 18.06.1989

18. Juni 1989, 18 Uhr, Köln, Müngersdorfer Stadion vor gut 20 Jahren. Noch drei Stunden bis zu meinem ersten Pink Floyd Konzert, meinem ersten Stadionkonzert, meinem ersten Konzert überhaupt. Hier stand ich nun, 16 Jahre alt, zusammen mit drei Schulfreunden in der knallenden Sonne und wartete voller Vorfreude. Seit Monaten fieberten wir diesem Ereignis entgegen. Kritzelten ständig Dinge wie “noch 72 Tage, 11 Stunden und 17 Minuten bis zum Konzert” auf das Schulmobiliar. Ein paar Monate zuvor hatte mich ein Freund mit in den Film “The Wall” geschleppt, der in der Kamera, einem Bielefelder Programmkino lief. Der Film haute mich um. Als ich dann ein paar Tage später das Album “The Wall” hörte, war ich ein zweites Mal platt: Das war nicht einfach eine Aneinanderreihung von Songs, kein Soundtrack, das war die akustische Version des Films, die deutlich VOR dem Film entstanden ist. Von da an war im vom Pink Floyd Virus infiziert.

Es war Ende 1988 und folgerichtig kaufte ich mir als erstes A Momentary Lapse Of Reason, gefolgt von Delicate Sound Of Thunder. Als die 89er Konzerte angekündigt wurden stand für mich fest: Da muss ich hin! Mit drei gleichgesinnten Schulfreunden machten wir uns an das Projekt 18.06.89. Weiterlesen

Things Have Changed – Roger Waters Dark Side of the Moon Tour im Gelredome von Arnheim

Roger Waters spielte in Arnheim im „Gelredome“, dem dortigen Fußballstadion. Es handelt sich dabei um ein überdachtes Fußballstadion ohne nennenswerte architektonische Gestaltung und Atmosphäre mit einer Kapazität von 25.000 Zuschauern. Der Innenraum war eng „gepackt“, es könnten meiner Meinung nach auch gut 30.000 oder noch mehr Zuschauer gewesen sein. Damit ist Waters’ „Dark Side of the Moon“-Tour endgültig (nach Südamerika jetzt auch in Europa) im Stadionformat angekommen. Schon ein Unterschied zu den Shows in „Arena“-Größe mit etwa 15.000 Zuschauern. Interessant zu sehen, wo Waters doch zu Beginn seines Bühnencombacks 1999 immer wieder von der „Magie“ der kleinen Konzerte und seiner Ablehnung vom Stadionrock sprach… Trotz dieser Umstände legten Waters & Band eine beigeisternde Show hin – mit Hilfe von vier großen Leinwänden, die dem Publikum einen Eindruck vom entfernten Bühnengeschehen vermittelten. Die Show war perfekt gespielt, besondern gut gefielen mir an diesem Abend die Gitarrenarbeit von Snowy White – sein Solo in Leaving Beirut war unglaublich mitreissend. Schön war es auch, das Konzert mal aus der Ferne zu erleben: die im Vergleich zu vielen anderen Shows fast minimalistische und theatralische Lichteregie kommt mit wenigen Grundfarben und einigen gut gesetzten Spots aus. Die Quadrophonieeffekte und Filme beziehen auch das Publikum auf den entfernten Tribünen gut mit ein. Die Laserpyramide ist aus der Entfernung ein toller Lichteffekt. Im Hamburg saß ich direkt darunter und habe diesen schönen Effekt kaum wahrgenommen – Es ist ein großartiger Schlusspunkt für DSotM, wenn die spektralfarbene Lichtwand aus dem Prisma die Halle kreisend durchmisst…ein Floyd-würdiger Abschuss für das reguläre Set. Waters sagte am Ende vor den Zugaben: “Thank you. It means a lot tu us. The Dutch audiencens were always great. we remember them from the late sixties and the early seventies, [the netherlands] were always our home away from home.…

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