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Arne, Henning & Tom on Tour - Konzerttagebuch

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Die Romantiker der Finsternis – Bohren und der Club of Gore im HO-Berlin

Bohren_Club_of_Gore_HO-Berlin_17-05-2014-1Wo vor über einem Vierteljahrhundert Waren des täglichen Bedarfs gekauft wurden, finden heute Konzerte statt. Großartig!
Wer hätte sich träumen lassen, dass in der Kaufhalle der Handelsorganisation, also der ehemaligen HO an der Holzmarktstrasse /Ecke Jannowitzbrücke, Kunst und Kultur Einzug halten werden, wo früher Kosumgüterprodukte wie z.B. der abscheuliche Malzkaffee „Im Nu“ (natürlich Röstfein), die „Schokolade“ Schlager Süßtafel das Scheuerpulver „Ata“ und der süffige Rotwein „Rosenthaler Kadarka“ verkauft wurden.

Das sich der Ort jedoch entwickelt hat, kann man gern hier nachlesen: www.hoberlin.de.

Es war mein erster Nach-Wende Besuch dort und als ich den Raum betrat, war ich schon beeindruckt. Keine Regale, keine Lebensmittel, kein Kassengeklimper, keine Einkaufswagen nicht mal alte DDR-„Devotionalien“ waren auszumachen.

N-a-t-ü-r-l-i-c-h nicht!

Die Kargheit und die „hallenartig“ anmutende Raumgröße, finde ich als Konzertort spannend und durch die großen Stützabstände, wirkt der Raum „offen“ und bietet gute Sicht-und Stehmöglichkeiten hin zur Bühne. Lediglich die geringe Raumhöhe „drückte“ ein wenig, jedoch ist das Belassen der vorhanden MF-Decke sicher eine gute Idee gewesen, um den Raum, der auch noch mit dem guten alten DDR-Betonwerksteinbelag aufwartet, nicht jeglicher Akustik zu berauben. Die Bühne war auf einer der längeren Raumseiten angeordnet, 2 imposante Boxentürme waren zu sehen und etliche Bierzeltsitzbänke waren aufgestellt. Das schummrige Licht sorgte für Behaglichkeit. Es war angerichtet. Weiterlesen

Über die Autobahn ins Weiß – Katalog 1 2 3 4 in Wien.

Kraftwerk bringen „Geräusche des Alltags“ an das Wiener Burgtheater.

Ticket JKraftwerkSigge-Rocktours hatte sich diesmal, nachdem wir im Januar 2013 bereits die Mensch-Maschine und Computerwelt in Düsseldorf sehen konnten (wir berichteten), für Trans Europa Express und Radio-Aktivität entschieden, ihren Alben (in Katalogzählweise) 2 und 3.

Wir hatten geplant, 3 Tage Wien zu verweilen, da wir solche Konzert-Kurztrips auch immer dazu nutzen, die Stadt und deren kulturellen Möglichkeiten ein wenig näher kennenzulernen.

Ich war 1996 letztmalig in Wien, als ich mich mit Werner- der die größte deutschsprachige Pink Floyd Fanseite betreibt- und anderen Floyd Fans, zur Promotion von Rick Wrights Solo Album Broken China traf, zu der auch Rick persönlich angereist war.

Meine Erinnerungen an die Stadt (nicht an das Treffen mit Rick) waren verblasst, zumal ich damals auch nur für einen Tag geblieben bin. Weiterlesen

Peter Gabriel bringt die Flut nach Hannover

Nach dem wunderbaren Berliner Konzert im Vorjahr von Peter Gabriels Back to Front Tour, bei dem er sein So Album komplett aufführte, war es keine schwere Entscheidung, als die Karten für eine 2014er Wiederholung in den Vorverkauf gingen. Auch in diesem Jahr waren wir wieder dabei. Wieder mal bei Einer Tour, bei der die Setlist vorher feststeht – sieht man von einer kleinen Überraschung ab – und die Show exakt choreographiert und durchgeplant ist. Kann das noch spannend sein? Ja, weil es immer wieder schön ist und man immer noch neue Details entdeckt.

Die Show gliedert sich in vier Teile (zählt man die Zugaben als einen Abschnitt). Zuerst Beginnt die Band bei eingeschalteter Hallenbeleuchtung ein akustisches Set, bei dem es einen unfertigen Song zu hören gibt. Peter betont in einer längeren Erklärung des Showkonzeptes, dass seine Frau ihm gesagt habe, er müsse unbedingt erwähnen, dass der Text noch nicht fertig sei, da man ihn sonst für betrunken halten könnte.

Peter Gabriel - Hannover 2014 - Back To Front

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Ohne Blutvergießen und doch königlich – Royal Blood im Bi Nuu.

Royal Blood, 6.Mai 2014, Bi NuuThe Next Big Thing? Royal Blood sind ein Rockduo aus dem englischen Seebad Brighton, haben sich 2013 formiert und bestehen aus Mike Kerr und Ben Thatcher, Gesang, Bass und Schlagzeug. Aufmerksam wurde ich, da sie beim BBC-Sound of 2014 gelistet wurden und dort mit „They pack a powerful punch live, and their records already sound classic“ angepriesen wurden. Nun gut, dachte ich, und nachdem ich einige Songs gehört, diverse Youtube-Clips angeschaut hatte und von ihrer Live-Präsenz schon beeindruckt war, musste ein Ticket für ihren Auftritt am Schlesischen Tor her.

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Ein Satz heißer Ohren. Mogwai im Tempodrom.

Mogwai, Berlin 2013Ohrenstöpsel nicht vergessen – Mogwai sind in der Stadt! Erstaunlich, dass diese Band inzwischen ein Halle wie das Tempodrom füllen kann. Schließlich gibt es vornehmlich instrumentale Postrockmusik in Raketenstart-Lautstärke zu hören – eher nicht etwas für das breite Publikum. Aber dank der drei oder vier vergangenen Alben, auf denen die Stücke etwas weniger schroff, mit breiterer Instrumentierung und harmonischer daher kommen, haben sich Mogwai offenbahr neue Hörergruppen erschlossen, ohne die alten Fans zu verprellen.
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Toms Konzertrückblick 2013

Tom's Konzertrückblick 2013

Wie bereits im letzten Jahr freut sich Sigge-Rocktours über Toms persönlichen Rückblick auf sein Konzertjahr 2013:

Gut! Haben wir´s mal wieder geschafft! Ein ereignisreiches Musikjahr liegt hinter mir und zunächst erst mal die „hard facts“:

  • 87 Konzerte
  • 79 Bands/Künstler
  • 47 Auftrittsorte
  • 5 Städte
  • 2 Festivals (Berlin Festival, Torstraßenfestival)
  • Unzählige Supports!
  • Etliche Fotos!
  • Viele Eindrücke!

Der Rückblick In diesem Jahr gestaltet sich ein wenig anders als 2012.

Hier sind zunächst die von mir 2013 gewählten Kategorien:

  1. Die großen Stadien und Arenen
  2. Die kleinen und mittleren Clubs/Säle/Hallen/Arenen
  3. Mehr als nur ein „Support“
  4. Das besondere Konzerterlebnis
  5. Die Top 10 2013

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2013 – Zeit, Abschied zu nehmen

show is overEs ist Zeit Abschied zu nehmen. Im Oktober verließ uns Lou Reed. Im Jahr zuvor haben wir ihn noch in der Zitadelle in Berlin spielen sehen. Zwei Tage vor Lou Reeds Tod sahen wir Bob Dylan im Tempodrom. Er stand stehend am Flügel, angeblich kann sein Rücken keine Gitarre mehr tragen. Roger Waters beendet nach drei Jahren seine gigantische The Wall Tour als erfolgreichste Tour eines Solokünstlers. Er hat seinen Frieden gefunden, hat wieder Spaß an Stadionkonzerten – 30 Jahre nach den ersten Wall Shows stellte er eine überarbeitete Show auf die (technisch fast identische) Bühne und setzte dabei wieder neue Meilensteine in der Konzertbranche. Selbst an seinem 70. Geburtstag ging er zur Arbeit.

Auch andere Künstler beginnen ihr Werk abzuschließen. Weiterlesen

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Jahresabschluss 2013.

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2013 ist vorbei. Ein kurzer musikalischer Rückblick ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Einige tolle Alben 2013:

  • Brokeback – „Brokeback and The Black Rock“
  • Laura Marling – „Once I Was an Eagle“
  • Low – „The Invisible Way“
  • Nick Cave – „Push The Sky Away“
  • Franz Ferdinand – „Right Thoughts Right Words Right Action“
  • Unknown Mortal Orchestra – „II“
  • Babyshambles – „Sequel to the Prequel“

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Buchtipp – Tobias Rüther: Helden – David Bowie in Berlin

Tobias Rüther - HeldenDavid Bowies aktuelles Album The Next Day spielt schon durch die Covergestaltung auf eines seiner älteren Meisterwerke an, das Album Heroes aus dem Jahr 1977. Die erste Singleauskopplung Where are we Now? zählt verschiedene Fixpunkte aus Bowies Berliner Zeit auf.  Wenn das keine Aufforderung ist, sich tiefgehender mit Bowies Berliner Phase zu beschäftigen, der gemeinhin die drei Alben Low, Heros und Lodger zugerechnet werden. Sie stellen einen wichtigen Meilenstein in Bowies Karriere und einer der bedeutsamsten Richtungswechsel seines musikalischen Schaffens dar.

Großartig beschrieben ist diese Zeit in Tobias Rüthers Buch Helden – David Bowie in Berlin. Das Buch beginnt 1976 in Los Angeles. Bowie, der Thin White Duke ist ein Drogenwrack, ernährt sich primär von Paprika, Milch und Kokain.

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Scout Niblett im Berliner Privatclub

Scout_Niblett_ Privatclub_08_11_2013_dEine verhuschte Pippi Langstrumpf bahnt sich mit ihrem abgetragenen Rucksack über der Schulter den Weg durchs Publikum auf die Bühne, hängt sich die -scheinbar etwas zu großgeratene- Fender Mustang um und beginnt gewissenhaft ihr Instrument zu stimmen. Die Königin des Grunge-Folk-Metal-Blues ist zu Besuch im Berliner Privatclub.

Niblett hat mit „It’s Up To Emma“ das bittersüßeste Trennungsalbum -mindestens des Jahres, wenn nicht seit Becks „Sea Change“– vorgelegt. Wenn man sich einmal auf diese Stimmung einlässt, eine äußerst mitreißende und einnehmende Platte. Das Konzert, das Sie zunächst für zwei Songs alleine beginnt und im Hauptteil in der ungewöhnlichen Besetzung Zwei-Gitarren-plus-Schlagzeug spielt, steht dem Album in Wucht und Emotionalität in nichts nach.

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Küchenmesser am Gitarrenhals. Gemma Ray im Imperial.

gamma_ray_dGemma Ray präsentierte unlängst Ihr aktuelles Soundtrack-Album für einen imaginären Film, „Down Baby Down“, im Rahmen eines Clubkonzertes für den Sender radioeins. Die Platte schwelgt im 60er-Jahre Breitwand-Morricone-Sound, man hatte daher auf der kleinen Bühne des neuen Imperial Clubs in den Kellern des Admiralspalastes Orgel, Schlagzeug, zwei Chor-Sängerinnen und eine Double-Bass untergebracht. Gitarrist und Bassist mussten hier und da zur Puste-Klarina greifen, um die bläserähnliche Sounds beizusteuern. Frau Ray erschien angemessen im 60ies-Kleidchen und mit Hochsteckfrisur. Ein weißes Handtäschchen wurde zwischen den Effektgeräten abgelegt.

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