Es passiert selten, dass man vor einem Konzert mehr Geld für einen – zugegebenermaßen leckeren – Burger und ein Getränk ein einem Hipster-Systemgastronomie-Restaurant ausgibt, als für das Konzertticket selbst. Wir korrigierten den kurzen Abstecher zum Münsteraner „Hans im Glück“ vor dem Konzert später übrigens schuldbewusst durch Einkäufe am Merchandisingstand. Weiterlesen
Kategorie: Allgemein (Seite 7 von 12)
Der Musikbunker ist so wie er heißt: Klobig grau ragt er zwischen den Jahrhundertwende-Bauten des Frankenberger Viertels heraus und zieht regelmäßig die angekommenen Mittvierziger-Ex-Linken aus der Umgebung in seinen dunklen, stickigen Schlund. „Wir haben uns einen unprätentiösen Ort ausgesucht, da kann man sich besser kennenlernen“, ruft Sophie Hunger ins Publikum. „Wir haben hier nichts anderes“, ruft ein Mann zurück.

Wo Sophie Hunger im Moment auf ihrer „Supermoon“-Tour auftritt, hagelt es entrückt-begeisterte Kritiken. In Aachen drängt sich ein noch unbeeinflusstes Publikum vor der Bühne. Sophie Hunger beginnt mit dem Titelsong ihres neuen Albums und steckt ab, wo sie diesen Abend hin will – „I’m a super moon and your friend in blue, I couldn’t be more perfect“.
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LNZNDRF (sprich: Lanzendorf) ist ein Projekt um Ben Lanz (Beirut) und Scott und Bryan Devendorf von der großartigen Rhythmusgruppe bei The National. Die 3 Musiker kennen sich schon länger und haben- sofern sie Zeit hatten- zusammen Musik gemacht. Im vergangenen Jahr schlossen sie sich für 2,5 Tage in eine Kirche in Cincinnati (OH) ein um das Album aufzunehmen. Dieses erschien nun im Februar und als bekennende Fans von CAN und NEU! wandert Ihre Musik von Krautrock, psychedelischen Noise bis hin zum (Electro)-Pop. Weiterlesen
Wie war das Konzertjahr 2015?
Das fragt sich die geneigte Leserschaft des Sigge-Rocktours Blog und wartet sicher schon gespannt auf den Jahresrückblick der 3 Protagonisten. Ich mach dann mal den Anfang.
Auch in diesem Jahr eine kleine Neuerung. Ich habe eine überschaubare Fotostrecke mit ein paar Momentaufnahmen des Konzertjahres am Ende des Rückblicks eingefügt sowie meine Konzert- Spotify-Playlist 2015 der Künstler erstellt, die ich in diesem Jahr live sehen konnte. Viel Freude damit!
Auf geht’s!
Wie schon in den vergangenen Jahren, hat sich der Rocktours Express auch in diesem Jahr wieder beständig durch die kleinen und schmutzigen Musikclubs, die schönen Säle und gefüllten Hallen dieser Stadt gehört und viele neue und interessante Musikveranstaltungen besucht und unvergessene Eindrücke mitnehmen können.
Was mir beim jährlichen „Dezemberwälzen“ von Listen, Tickets, Fotos und der Musik deutlich wurde, ist die Tatsache, dass es auch ein Jahr der Musikerinnen und Frauenbands war. Spannende Musik vieler Genres die unterschiedlicher nicht sein können.
“What happens in Berghain, stays in Berghain”
Sigge-Rocktours macht da mal eine Ausnahme.
Karl Bartos, Ex-Kraftwerk Mitglied und der klassischen Bandbesetzung der 70iger Jahre zugehörig, hatte ich vor über 10 Jahren als Solo Künstler im wunderschönen RBB-Sendesaal sehen und hören können und als das Konzert im Berghain zur Präsentation seine neuen Albums „Off The Record“ bekannt gegeben wurde, war es für mich ein guter Anlass, Karl erneut live sehen zu können, nachdem ich seine[n] ehemaligen Arbeitskollegen in diesem Jahr bereits in Berlin und Amsterdam bei der Arbeit bewundern durfte.
Auf dem Rückweg aus Essen noch schnell auf der Party eines Freundes vorbeigeschaut – die Wahl des 20 Uhr Konzertes erlaubte das nach knapp zwei Stunden Rückfahrt noch. Die üblichen Gespräche „Ach Kraftwerk – Konzert, cool – kommt ja auch seit Tagen hier im Radio.“ „Warst Du da nicht letztes Jahr schon“. „Ja, vier Konzerte in Wien, dies war nach Berlin, Amsterdam und Utrecht auch schon Nr. 4 in 2015 und in zwei Wochen nochmal Leipzig“. – Uppps , vergessen ich bin nicht mehr in SRT-Kreisen wie noch vor knapp zwei Stunden. Jetzt gehen wieder die Erklärungen los. Weiterlesen
Puschen hatte zu Beginn des Jahres fast überschwänglich auf das Konzert der Twerps aufmerksam gemacht, welches sie im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kometenmelodien No. 46 ausrichten wollten. Das neue Album Range Anxiety erschien bereits im Januar dieses Jahres und fand in mir einen begeisterten Hörer und es macht einfach Freude, sich diesem “Jangle Pop” hinzugeben der sich stark an die 60´s anlehnt und so mancher Song erinnert mich an Velvet Underground (Love at First Sight, I Dont Mind, White as Snow, Back to You) Auch der abwechselnde Gesang von Julia McFarlande und Martin Frawley (toll) sowie die Gesangsharmonien, machen das Album so interessant für mich. Das Uncut Magazine bezeichnet sie als “the best new band in Australia” und ihr Longplayer erhielt durchweg positives Kritikerlob.
Er hat Wort gehalten!
Im vergangenen September hatte ich mit Kevin Morby bei seinem einzigen Deutschland Konzert in der Hamburger Hasenschaukel “vereinbart”, dass er zur Präsentation seines neuen Albums Still Life und der nächsten Tour, auch “bitte nach Berlin kommen möge”.
Puschen, die freundliche und geschmackssichere Bookingagentur aus Berlin Kreuzberg, machte das möglich, so dass auch Berlin, neben anderen deutschen Städten, in diesem Jahr auf dem Tourplan stand. An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass ich in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Puschen Gigs sehen konnte und ich die Auswahl der Künstler sehr schätze. Alle hier aufzuzählen wäre unmöglich aber Codeine, Neutral Milk Hotel, Blouse, Scout Niblett, Kurt Vile, Jessica Pratt, Woods, Kevin Morby, Lower Dens waren großartig und viele mehr wurden von Puschen in der Stadt präsentiert.
I Am Kloot im Postbahnhof
I Am Kloot kamen im Rahmen der Veröffentlichung Ihrer 20 Songs umfassenden Live CD Hold Back the Night (Tour 2013) an den Ort zurück, wo sie vor 10 Jahren Ihr erstes Berlin Konzert gegeben haben.
Der Postbahnhof am Ostbahnhof ist inzwischen zu Ihrer Berliner Konzert-Heimat geworden, so in etwa wie Ihr Stammpub in Manchester, in den man regelmäßig einkehrt um sich bei dem einen oder anderen Pitcher die Geschichten des Alltags von Glück, Trauer, Liebe und Verlust zu erzählen. Lebenserinnerungen und Lebenserfahrungen. Oft am Rande des Abgrunds. (To the Brink) Weiterlesen
Fast auf den Tag genau vor 3 Jahren lag das “Herz des Südens” direkt am Flußufer der Spree.
Die Alabama Shakes aus Athens, Alabama (“Heart of Dixie”) kamen zu Ihrem ersten Konzert in Deutschland in den kleinen Magnet Club und gaben ein umjubeltes Konzert, welches, voll des Kritikerlobes, im gleichen Jahr im Astra seine Fortsetzung fand. Sigge Rocktours immer dabei.
Ihr Album “Boys & Girls”, das an jenem April Tag 2012 gerade 3 Wochen alt war, entwickelte sich zu einem weltumspannenden und kommerziell erfolgreichen Debüt und Ihre Auftrittsorte wurden größer und auf den Festivalplakaten rutschte Ihr Bandname, nun schon in fetten Lettern, Stück für Stück nach oben.
Headliner, Auszeichnungen, Preise . Erfolg!
3 Jahre später.
Glück gehabt: Beim Preisausschreiben der Plattenfirma konnten wir zwei Einladungen für das kurzfristig anberaumte Fan-Konkonzert im Studio 5 der Berliner-Union-Film-Studios ergattern. Auf der Studiobühne der Fernsehsendung “Circus Halligalli” spielten Blur im Anschluss an die Aufzeichnung der Fernsehsendung. Vor 200 Zuschauern gab es ein knackiges, einstündiges Konzertm bei dem das neue Album The Magic Whip (fast ganz – es fehlte wohl der Ice Cream Man) am Stück vorgetragen wurde. Es war ein mitreissender Abend bei dem die neuen Stücke im Mittelpunkt standen und der keinen Zweifel ließ, dass es sich bei diesem Comback um eine gute Idee handelt.
Wenn man unter dem Eindruck eines rasanten Abends steht der weit nach Mitternacht endet, kann es schon mal vorkommen, dass man sich gern in Superlativen verliert. So auch am Freitag im Magnet.
An diesem Abend stellte sich die amerikanische Band EX HEX im Rahmen des Indiekollektivs zum ersten mal dem Berliner Publikum vor. Mary Timony (Gesang, Gitarre), Betsy Wright (Bass, Gesang) und Laura Harris (Schlagzeug, Gesang) sind 3 Musikerinnen, die sich 2013 zusammengefunden und im Oktober 2014 ihr Debütalbum „Rips“ veröffentlicht haben. Punk Rock, Garage Rock, Alternative Rock usw. sind all der genrespezifische Bezeichnungskram der Ihrer Musik zugeschrieben wird. „Rips“ habe ich auf und ab gehört und fand es gut, wenngleich nicht überragend. Pitchfork hat das Debüt mit 8.4/10 als „Best New Music“ eingestuft. Oha! Mit Sicherheit liege ich falsch!
Die Platte hat natürlich einige tolle Nummern doch überschwänglich begab ich mich nicht auf den Weg zur Kreuzberger Seite der Warschauer Brücke.















