So wie in jedem Spätherbst der Indian Summer an der kanadischen Atlantikküste die Blätter der Bäume in ein liebliches und vielfältiges Farbspektrum verwandelt und sich im strahlend blauen Himmel “spiegelt“, so in etwa kommen Alvvays und Ihre Musik daher.
Alles schon mal dagewesen und doch immer wieder frisch, unverbraucht, vertraut und beständig. Die Referenzen Ihres “Jangle-Pop mit viel Fuzz und Surfanleihen” führen bis in die 80iger zurück (Teenage Fanclub u.a.) und heutigen Bands wie Veronica Falls, Best Coast u.a.
Alvvays, die Band der Stunde, die Ihre Wurzeln im kanadischen Nova Scotia hat und von der bezaubernden Molly Rankin angeführt wird, präsentierten am Dienstag in der ausverkauften Berghain/Kantine ihr selbstbetiteltes und viel beachtetes Debütalbum welches Sie im Jahr 2014 veröffentlichet haben. Voll des Kritikerlobes und von einschlägigen Meinungsführern des MusikBiz “abgefeiert”, waren sie eine der Indie Rock/Pop Entdeckungen im Jahr 2014.

Auch in diesem Jahr ein umfassender Rückblick auf ein sehr schönes und ereignisreiches Konzertjahr bei dem ich mehr als 60 Veranstaltungen unterschiedlichster Künstler besucht habe.
Es musste so kommen! Durch diese Wucht, diese energetische und schweißtreibende Bühnenpräsenz und mit diesem sagenhaften Debütalbum, haben sich die zwei jungen Kerle aus Brighton binnen eines Jahres an die Spitze der Charts katapultiert und sie zu einem der heißesten Live-Acts der heutigen Zeit werden lassen.
Eigentlich hatte mich nur eine Konferenz in die Hauptstadt verschlagen. Da die lokale Sigge-Rocktours – Crew für den Abend schon einen Besuch im C-Club geplant hatte, schloss ich mich an und kam so zufällig in den Genuss meines ersten Gemma Ray Konzertes. Meine Mitstreiter waren durch das
Vornweg: Es war heiß! Das lag zum einen daran, dass sich der Klimatechniker des Privatclubs offenbar noch im verlängerten Wochenende befunden habe muss und natürlich an Ben Thatcher und Mike Kerr die sich mit einem furiosen Auftritt in der Stadt zurückmeldeten.
Kevin Morby habe ich als Bassist der New Yorker Band Woods kennengelernt. Auf den Konzerten die ich von den Woods besucht habe, stand er immer mittig, mit einem scheinbar viel zu eng und fast in Brusthöhe sitzendem Bass. Durch seinen melancholisch anmutenden und scheuen Blick, der fast immer über das Publikum hinweg streifte, hatte ich oft den Eindruck, dass er nicht anwesend schien und hörte jedoch, dass er eben das Bindeglied zwischen den zwei Gitarristen ist und mit seinem Basspiel nicht unwesentlich den Sound der Woods mitgeprägt hat.

Was liegt näher, als auf der alten TEE Strecke zwischen Hamburg und Wien zum TEE-Konzert anzureisen. Obwohl auf einigen östereichischen Bahnseiten noch vom Trans-Europa-Express gesprochen wird, verkehrt hier nun offiziell der ICE 90/91. Egal, die Reise zu den 2014er Kraftwerk-Konzerten nach Wien traten wir standesgemäß per Bahn an. 







