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Arne, Henning & Tom on Tour - Konzerttagebuch

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Schratig, schrullig, nimmermüde: Bob Dylan im Tempodrom.

bob_dylan_tempodrom_berlin_2013Nach dem gelungenen Open-Air-Gastspiel in der Spandauer Zitadelle im vergangenen Jahr hatte Bob Dylan für diesen Berlin-Besuch erst zwei, dann drei Abende im Tempodrom gebucht. Dass Dylan in kleinere Hallen (das Tempodrom fasst etwas 3.500 Zuschauer) auftritt und dafür einigen Städten mehrere Abende hintereinander auftritt, ist eine Neuerung im Tourneekalender des anscheinend nimmermüden und fleißig konzertierenden Senioren. Auch neu: Dylan teilt sein Set so in zwei Hälften, macht eine 20-minutige Pause im Konzert und fasst die Gitarre nun gar nicht mehr an. In der Berliner Presse wurde drauf zum ersten Abend getitelt: “Dylan überrascht Fans” – nun ja, ganz soweit würden wir da nun nicht mitgehen… Weiterlesen

Peter Gabriel – Back To Front: So in Berlin

Peter Gabriel Bberlin 2013 o2 Arena

Am 19. Oktober gastierte Pater Gabriel mit seiner „Back To Front : So“ -Tour in der Berliner O2-Area. Dabei wurde das nunmehr bereits 27 Jahre (zu Beginn der Tournee waren es wohl 25 Jahre) alte Album „So“ in voller Länge und in Originalbesetzung zur Aufführung gebracht. Auf dem Weg zu Halle fragten wie uns, wann und wie das eigentlich angefangen hat, dass Musiker, die ihre künstlerisch besten Tage wohl hinter sich haben, ihre erfolgreichsten Werke in voller Länge wiederaufführen und sie somit selbst quasi zum klassischen Werk adeln?

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Glasgower Wochenend: Franz Ferdinand in der Volksbühne Berlin

Franz Ferdinand Vplksbühen BerlinFranz Ferdinand spielten in der Berliner Volksbühne im Rahmen des Kunstfestivals “Glasgow Weekend” ein herrlich kompaktes und knackiges Rockkonzert. Los ging es mit Songs aus dem aktuellen und dem letzten Album – im bestuhlten Saal wurde ab dem ersten Takt gestanden und reihenweise getanzt. Schwerpunkt war im ersten Teil des Abends der mit fettem Groove und quietschenden Synthies angereicherten Tanzrock. Im zweiten Teil gab es dann einen zackigen Ritt durch die Höhepunkte des legendären Debütalbums. Insgesamt eine sehr gelungene Mischung -mit immerhin acht Nummern aus der der neuen Platte, die live neben dem ausgesprochen starken Katalog der Gruppe gut bestehen. Besonders toll fand ich das elegante und rauschhafte “Stand on the Horizon” und das knackige und scharfe “Bullet“. Auch eine Wucht: Der stampfende “Ulysses” im Zugabenteil. Weiterlesen

Alles Gute zum 70, Roger!

Roger Waters feiert seinen Geburtstag mit einem The Wall – Konzert in Düsseldorf

Wall_D_TeaserDie einzige Stelle, an der die The-Wall Konzertmaschine nicht Timecode-gesteuert ist und quasi stoppt, ist die kurze Ansprache vor Mother. Diesen moment nutzte das Düsseldorfer Publikum gleich um ein kleines Happy Birthday anzustimmen. Roger war sichtlich gerührt von dem tosenden Applaus, obwohl er seinen 70. Geburtstag, der auf das Konzert in der Esprit Arena gefallen ist, eigentlich lieber ignorieren wollte („Should be a secret“).

Hier zeigte sich auch gleich der Unterschied zum Publikum zwei Tage zuvor in Berlin. Weiterlesen

Sind hier Wahnsinnige im Stadion?

Roger Waters bringt The Wall ins Berliner Olympiastadion

The Wall im Olympiastadion Berlin 2013Wie die Zeit verfliegt! 2010 startete Roger Waters seine The Wall Tour in den USA und spielte in kleinen Arenen vor 10.000-20.000. Ein Jahr Später besuchte das Sigge-Rocktours-Team fünf Konzerte auf der Europa-Tour, die ebenfalls mit wenigen Ausnahmen  Arenen stattfand. Bei ein paar Ausreißern (siehe The Wall XXL) deutete Roger schon an, dass ihm die Arenen nicht mehr reichen. 2012 kam The Wall dann in Übersee und in Südamerika in die Stadien. Für 2013 wurden dann auch in Europa Stadion-Konzerte angesetzt. Sigge Rocktours besucht drei davon. Den Anfang machte TOM in Rom. Gestern gab Roger sein Gastspiel im Berliner Olympiastadion. Ein denkwürdiger Ort, denn  das Säulenszenario in den In The Flesh und Run Like Hell Sequenzen ist durch den Bau aus der Nazizeit inspiriert worden. Da wo heute VIP-Logen sind, hat Hitler 1936 die Olympischen Spiele eröffnet. Umso gespenstischer wirkt dieser Konzertabschnitt daher, wenn das äußere Erscheinungsbild des Stadions plötzlich im Inneren auf die große Mauer projiziert wird. Weiterlesen

Ist das noch Punkrock?

Die Toten Hosen am Weserufern in Minden

Die Toten Hosen - DTH Minden 2013 TeaserOft berichtet Sigge Rocktours von Acts der Kategorie „Alte Säcke mit lauten Gitarren“. Inzwischen haben sich die Toten Hosen auch in diese Kategorie gespielt. Nach einer ausverkauften Hallentour folgen einige Open Air Konzerte zum Abschluss des Sommers. So lockten Campino und seine Toten Hosen rund 40.000 Zuschauer ans Weserufer in Minden und sorgten so für Festivalstimmung und das Konzertereignis des Jahrzehnts in Minden. Weiterlesen

„Oh Man, Oh Machine“- Kraftwerk beim Malta Festival in Poznan

Kraftwerk Poznan SpacelabPünktlich um 9.37 Uhr setzte sich der „Berlin-Warszawa-Express“ vom Gleis 12 des Berliner Hauptbahnhofes in Richtung Poznan in Bewegung.

Sigge Rocktours hatte sich nach den fulminanten Katalogabenden von Düsseldorf im Januar diesen Jahres (wir berichteten) für ein weiteres Liveerlebnis der Düsseldorfer „Oh Man, Oh Machine“ -Musikarbeiter entschieden.

Das uns bislang unbekannte Malta-Festival im nahegelegenen Poznan, welches von Berlin in ca. 3 Stunden mit dem Zug zu erreichen ist, bot eine gute Möglichkeit Kraftwerk live zu erleben , einen Eindruck des Festivals zu erhalten und Stadt und Menschen kennenzulernen. Weiterlesen

Herr Seele und das Zimtmädchen. Neil Young & Crazy Horse in der Berliner Waldbühne.

Neil Young Waldbühen BerlinRückblende. Juni 2001: Neil Young und Crazy Horse spielen ein denkwürdiges Konzert in der Waldbühne. Es ist heiß – sehr heiß. Wir stehen vorne, vielleicht acht Reihen vor der Bühne. Der Preis für den Einlass beträgt 71 Deutsche Mark. Neils Gitarre sägt scheinbar Scheiben aus der Muschelkalkverkleidung der Veranstaltungsstätte. Crazy Horse rumpelt majestätisch vor sich hin. Sie singen das Lied von „Cortez“, dem Killer und ein mächtiger, verzerrter, klagender Gitarrenton hängt schwerlelos in der Sommerluft. „Like Hurricane“ will nicht enden und Neil kniet über seiner schwarzen Gibson, deren zur Mikrophonie neigende Tonabnehmer er mit den Enden der abgerissenen Saiten bearbeitet. Selten hat mich ein Konzert so beeindruckt wie dieses.
Knapp Zwölf Jahre später, am selben Ort:  Weiterlesen

Bee Gees, Brecht und Delmenhorst – Element of Crime gastieren für 6 Abende im Berliner Lido

Element of Crime Lido Um es gleich vorweg zu sagen: Es war großartig!

Sigge Rocktours hatte im vergangenen Jahr, als die April Termine für die „ Wir hängen tagsüber ab und spielen abends im Club“- Tour bekannt gegeben wurden, in Betracht gezogen, an mehreren Abenden die Konzertreihe besuchen zu wollen.

Ich entschloß mich schlußendlich 3 von 6 Abenden im Lido zu verbringen.

Da traf es sich auch recht gut, dass zum einen ein Gründungsmitglied von SRT seinen Geburtstag gern mit Freunden und den vielleicht „besten deutschen Songtexten“ verbringen wollte und zum anderen meinten wir, dass wir EoC in solch kleinem Rahmen wohl so schnell nicht wieder sehen werden.

Inzwischen bespielen Sie weitaus größere Säle, Hallen und Festivals.

Tickets für den 23., 25. und 26. April wurden rasch gekauft und ich hoffte auch, dass die Band aus Ihrem großen Repertoire möglichst viele (live) ungehörte Stücke prästentieren wird.

Die Ticketverkaufsstellen vermeldeten nach ein paar Wochen, dass alle Abende restlos ausverkauft sind. Weiterlesen

Is it in my Head? The Who’s Quadrophenia 1997 in Dortmund

Wir schrieben das Jahr 2013 und die verbliebenen The Who gehen mit Quadrophenia auf Tournee. Das gab es schonmal, vor 16 Jahren – und es war auch gut! Obwohl – streng genommen war das Ganze auch kein “The Who”-Konzert, sondern wurde unter dem Namen “Townshend-Daltrey-Entwistle” plakatiert. Das dürfte den meisten der 17.000 Besucher in der Westfalenhalle vermutlich egal gewesen sein. Und mir auch. Ich machte gerade Abitur und erlebte eine heftige “The Who”-Phase. Weiterlesen

…und Werke aus dem Katalog – Fünfter Abend für Kraftwerk, zweiter für uns.

kraftwerk_posterDen Reiz eines Kraftwerk-Konzertes machen -neben der erhabenen Musik und den brillanten, reduzierten Grafiken- die kleinen und großen Geheimnisse aus, die das Künstlerkollektiv da vor dem staunenden Publikum inszeniert. Wer ist dieser neue Musik- und/oder Bild-Maschinist rechts außen zum Beispiel? Welchen Teil der Musik spielen die Musiker selbst und live, was kommt direkt von den Kling-Klang-Festplatten unter der schicken Bühne? Wieviel der Setliste ist seit den MoMa-Konzerten eh vorprogrammiert?
So ganz wird man das Rätsel hoffentlich nie lösen, nur soviel war uns nach dem zweiten Abend in Düsseldorf (und den vorherigen Erfahrungen aus Berlin 2004 und Wolfsburg 2009) klar: die Mensch-Maschine schraubt während des Konzertes doch noch ordentlich am Werk herum. Weiterlesen

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