Legendär: Neutral Milk Hotel sind nach 15 Jahren Pause wieder in Originalbesetzung auf Tournee und besuchten den ausverkauften Berliner Postbahnhof. Geboten wurde ein Potpourri aus den beiden, in den 90er- Jahren veröffentlichten Alben On Avery Island und Indie-Großtat In The Aeroplane Over The Sea sowie einigen Songs, die -teilweise nachträglich- auf Singles und EPs veröffentlicht worden sind. Schratig-schrullig gestaltet sich der gesamte Auftritt: Jeff Mangum und Scott Spillane hatten sich für einen Look irgendwo zwischen Che Guevara und Torfrock entschieden und die Musiker veranstalteten ein geschäftiges Instrumentenkarussell mit singender Säge, Kirmesorgel, Quetschkomonde und Banjo. Weiterlesen
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Was liegt näher, als auf der alten TEE Strecke zwischen Hamburg und Wien zum TEE-Konzert anzureisen. Obwohl auf einigen östereichischen Bahnseiten noch vom Trans-Europa-Express gesprochen wird, verkehrt hier nun offiziell der ICE 90/91. Egal, die Reise zu den 2014er Kraftwerk-Konzerten nach Wien traten wir standesgemäß per Bahn an. Weiterlesen

Auf seiner über 30-jährigen Reise aus dem bleiernen Schatten des Luftschiffes schlägt der lässigste Großonkel des Rock immer wieder neue Haken: Nach Ausflügen ins Country-Gefilde mit Alison Krauss und weiterer Bluesgrass-Wurzelsuche mit dem Nachfolgeprojekt „Band of Joy“ belebt Robert plant seine Jahrtausendwende-Band „Strange Sensation“ als „Sensational Space Shifters“ wieder.
Mit dieser Truppe schlägt Plant den Bogen von Blues über Country, Eastern, Psychedelic zu Trip-Hop. Viele der Stücke sind mit polyrhythmischem Getrommel unterlegt, der Geiger Juldeh Camara webt auf einem einsaitigen Instrument afrikanisch-anmutende Melodiefäden und in die Arrangements. Und bald verschwimmen die Grenzen zwischen dem, was man eben noch für eine klassiche Blues-Phrase, eine arabische oder afrikanische Tonfolge gehalten hat. Weiterlesen
Schön, wenn ein so ein lauschiger Juniabend die trüben Novembertage vergessen macht. Nach dem nicht ganz so überzeugenden Gastspiel in der Blechhalle im Mauerpark versöhnten uns The National mit einem tollen Auftritt unter freiem Himmel in der Zitadelle Spandau. Es mag einfach auch am guten Wetter gelegen haben, aber mein Eindruck war, dass die Hall-Gitarren und die Dröhn-Bläser, die in der kühlen Max-Schmeling-Halle von allen Seiten auf uns einschmetterten an der freien Luft naturgmäß etwas gefälliger im Bandsound aufgingen. Dazu scheint die Band nach einem guten halben Jahr auf Tour so eingespielt, dass die Songs der aktuellen Platte sich mit den Klassikern zu einem organischen Set zusammenfügen.
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Wo vor über einem Vierteljahrhundert Waren des täglichen Bedarfs gekauft wurden, finden heute Konzerte statt. Großartig!
Wer hätte sich träumen lassen, dass in der Kaufhalle der Handelsorganisation, also der ehemaligen HO an der Holzmarktstrasse /Ecke Jannowitzbrücke, Kunst und Kultur Einzug halten werden, wo früher Kosumgüterprodukte wie z.B. der abscheuliche Malzkaffee „Im Nu“ (natürlich Röstfein), die „Schokolade“ Schlager Süßtafel das Scheuerpulver „Ata“ und der süffige Rotwein „Rosenthaler Kadarka“ verkauft wurden.
Das sich der Ort jedoch entwickelt hat, kann man gern hier nachlesen: www.hoberlin.de.
Es war mein erster Nach-Wende Besuch dort und als ich den Raum betrat, war ich schon beeindruckt. Keine Regale, keine Lebensmittel, kein Kassengeklimper, keine Einkaufswagen nicht mal alte DDR-„Devotionalien“ waren auszumachen.
N-a-t-ü-r-l-i-c-h nicht!
Die Kargheit und die „hallenartig“ anmutende Raumgröße, finde ich als Konzertort spannend und durch die großen Stützabstände, wirkt der Raum „offen“ und bietet gute Sicht-und Stehmöglichkeiten hin zur Bühne. Lediglich die geringe Raumhöhe „drückte“ ein wenig, jedoch ist das Belassen der vorhanden MF-Decke sicher eine gute Idee gewesen, um den Raum, der auch noch mit dem guten alten DDR-Betonwerksteinbelag aufwartet, nicht jeglicher Akustik zu berauben. Die Bühne war auf einer der längeren Raumseiten angeordnet, 2 imposante Boxentürme waren zu sehen und etliche Bierzeltsitzbänke waren aufgestellt. Das schummrige Licht sorgte für Behaglichkeit. Es war angerichtet. Weiterlesen
Kraftwerk bringen „Geräusche des Alltags“ an das Wiener Burgtheater.
Sigge-Rocktours hatte sich diesmal, nachdem wir im Januar 2013 bereits die Mensch-Maschine und Computerwelt in Düsseldorf sehen konnten (wir berichteten), für Trans Europa Express und Radio-Aktivität entschieden, ihren Alben (in Katalogzählweise) 2 und 3.
Wir hatten geplant, 3 Tage Wien zu verweilen, da wir solche Konzert-Kurztrips auch immer dazu nutzen, die Stadt und deren kulturellen Möglichkeiten ein wenig näher kennenzulernen.
Ich war 1996 letztmalig in Wien, als ich mich mit Werner- der die größte deutschsprachige Pink Floyd Fanseite betreibt- und anderen Floyd Fans, zur Promotion von Rick Wrights Solo Album Broken China traf, zu der auch Rick persönlich angereist war.
Meine Erinnerungen an die Stadt (nicht an das Treffen mit Rick) waren verblasst, zumal ich damals auch nur für einen Tag geblieben bin. Weiterlesen

Knapp 1 1/2 Jahre nach dem Katalog-Heimspiel in Düsseldorf gastierten Kraftwerk -nach Auftritten in Konzerthäusern, Museen und auf Festivals in aller Welt- im Rahmen der Wiener Festwochen am altehrwürdigen Burgtheater. Dort führten sie mit zwei Vorstellungen je Abend ihr selbstkanonsiertes Gesamtwerk erneut in deutscher Sprachfassung auf. Weiterlesen
Nach dem wunderbaren Berliner Konzert im Vorjahr von Peter Gabriels Back to Front Tour, bei dem er sein So Album komplett aufführte, war es keine schwere Entscheidung, als die Karten für eine 2014er Wiederholung in den Vorverkauf gingen. Auch in diesem Jahr waren wir wieder dabei. Wieder mal bei Einer Tour, bei der die Setlist vorher feststeht – sieht man von einer kleinen Überraschung ab – und die Show exakt choreographiert und durchgeplant ist. Kann das noch spannend sein? Ja, weil es immer wieder schön ist und man immer noch neue Details entdeckt.
Die Show gliedert sich in vier Teile (zählt man die Zugaben als einen Abschnitt). Zuerst Beginnt die Band bei eingeschalteter Hallenbeleuchtung ein akustisches Set, bei dem es einen unfertigen Song zu hören gibt. Peter betont in einer längeren Erklärung des Showkonzeptes, dass seine Frau ihm gesagt habe, er müsse unbedingt erwähnen, dass der Text noch nicht fertig sei, da man ihn sonst für betrunken halten könnte.

The Next Big Thing? Royal Blood sind ein Rockduo aus dem englischen Seebad Brighton, haben sich 2013 formiert und bestehen aus Mike Kerr und Ben Thatcher, Gesang, Bass und Schlagzeug. Aufmerksam wurde ich, da sie beim BBC-Sound of 2014 gelistet wurden und dort mit „They pack a powerful punch live, and their records already sound classic“ angepriesen wurden. Nun gut, dachte ich, und nachdem ich einige Songs gehört, diverse Youtube-Clips angeschaut hatte und von ihrer Live-Präsenz schon beeindruckt war, musste ein Ticket für ihren Auftritt am Schlesischen Tor her.
Ohrenstöpsel nicht vergessen – Mogwai sind in der Stadt! Erstaunlich, dass diese Band inzwischen ein Halle wie das Tempodrom füllen kann. Schließlich gibt es vornehmlich instrumentale Postrockmusik in Raketenstart-Lautstärke zu hören – eher nicht etwas für das breite Publikum. Aber dank der drei oder vier vergangenen Alben, auf denen die Stücke etwas weniger schroff, mit breiterer Instrumentierung und harmonischer daher kommen, haben sich Mogwai offenbahr neue Hörergruppen erschlossen, ohne die alten Fans zu verprellen.
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Wie bereits im letzten Jahr freut sich Sigge-Rocktours über Toms persönlichen Rückblick auf sein Konzertjahr 2013:
Gut! Haben wir´s mal wieder geschafft! Ein ereignisreiches Musikjahr liegt hinter mir und zunächst erst mal die „hard facts“:
- 87 Konzerte
- 79 Bands/Künstler
- 47 Auftrittsorte
- 5 Städte
- 2 Festivals (Berlin Festival, Torstraßenfestival)
- Unzählige Supports!
- Etliche Fotos!
- Viele Eindrücke!
Der Rückblick In diesem Jahr gestaltet sich ein wenig anders als 2012.
Hier sind zunächst die von mir 2013 gewählten Kategorien:
- Die großen Stadien und Arenen
- Die kleinen und mittleren Clubs/Säle/Hallen/Arenen
- Mehr als nur ein „Support“
- Das besondere Konzerterlebnis
- Die Top 10 2013
Es ist Zeit Abschied zu nehmen. Im Oktober verließ uns Lou Reed. Im Jahr zuvor haben wir ihn noch in der Zitadelle in Berlin spielen sehen. Zwei Tage vor Lou Reeds Tod sahen wir Bob Dylan im Tempodrom. Er stand stehend am Flügel, angeblich kann sein Rücken keine Gitarre mehr tragen. Roger Waters beendet nach drei Jahren seine gigantische The Wall Tour als erfolgreichste Tour eines Solokünstlers. Er hat seinen Frieden gefunden, hat wieder Spaß an Stadionkonzerten – 30 Jahre nach den ersten Wall Shows stellte er eine überarbeitete Show auf die (technisch fast identische) Bühne und setzte dabei wieder neue Meilensteine in der Konzertbranche. Selbst an seinem 70. Geburtstag ging er zur Arbeit.
Auch andere Künstler beginnen ihr Werk abzuschließen. Weiterlesen








