Puschen hatte zu Beginn des Jahres fast überschwänglich auf das Konzert der Twerps aufmerksam gemacht, welches sie im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kometenmelodien No. 46 ausrichten wollten. Das neue Album Range Anxiety erschien bereits im Januar dieses Jahres und fand in mir einen begeisterten Hörer und es macht einfach Freude, sich diesem “Jangle Pop” hinzugeben der sich stark an die 60´s anlehnt und so mancher Song erinnert mich an Velvet Underground (Love at First Sight, I Dont Mind, White as Snow, Back to You) Auch der abwechselnde Gesang von Julia McFarlande und Martin Frawley (toll) sowie die Gesangsharmonien, machen das Album so interessant für mich. Das Uncut Magazine bezeichnet sie als “the best new band in Australia” und ihr Longplayer erhielt durchweg positives Kritikerlob.
Schlagwort: Berlin (Seite 2 von 4)
Er hat Wort gehalten!
Im vergangenen September hatte ich mit Kevin Morby bei seinem einzigen Deutschland Konzert in der Hamburger Hasenschaukel “vereinbart”, dass er zur Präsentation seines neuen Albums Still Life und der nächsten Tour, auch “bitte nach Berlin kommen möge”.
Puschen, die freundliche und geschmackssichere Bookingagentur aus Berlin Kreuzberg, machte das möglich, so dass auch Berlin, neben anderen deutschen Städten, in diesem Jahr auf dem Tourplan stand. An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass ich in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Puschen Gigs sehen konnte und ich die Auswahl der Künstler sehr schätze. Alle hier aufzuzählen wäre unmöglich aber Codeine, Neutral Milk Hotel, Blouse, Scout Niblett, Kurt Vile, Jessica Pratt, Woods, Kevin Morby, Lower Dens waren großartig und viele mehr wurden von Puschen in der Stadt präsentiert.
I Am Kloot im Postbahnhof
I Am Kloot kamen im Rahmen der Veröffentlichung Ihrer 20 Songs umfassenden Live CD Hold Back the Night (Tour 2013) an den Ort zurück, wo sie vor 10 Jahren Ihr erstes Berlin Konzert gegeben haben.
Der Postbahnhof am Ostbahnhof ist inzwischen zu Ihrer Berliner Konzert-Heimat geworden, so in etwa wie Ihr Stammpub in Manchester, in den man regelmäßig einkehrt um sich bei dem einen oder anderen Pitcher die Geschichten des Alltags von Glück, Trauer, Liebe und Verlust zu erzählen. Lebenserinnerungen und Lebenserfahrungen. Oft am Rande des Abgrunds. (To the Brink) Weiterlesen
Fast auf den Tag genau vor 3 Jahren lag das “Herz des Südens” direkt am Flußufer der Spree.
Die Alabama Shakes aus Athens, Alabama (“Heart of Dixie”) kamen zu Ihrem ersten Konzert in Deutschland in den kleinen Magnet Club und gaben ein umjubeltes Konzert, welches, voll des Kritikerlobes, im gleichen Jahr im Astra seine Fortsetzung fand. Sigge Rocktours immer dabei.
Ihr Album “Boys & Girls”, das an jenem April Tag 2012 gerade 3 Wochen alt war, entwickelte sich zu einem weltumspannenden und kommerziell erfolgreichen Debüt und Ihre Auftrittsorte wurden größer und auf den Festivalplakaten rutschte Ihr Bandname, nun schon in fetten Lettern, Stück für Stück nach oben.
Headliner, Auszeichnungen, Preise . Erfolg!
3 Jahre später.
Glück gehabt: Beim Preisausschreiben der Plattenfirma konnten wir zwei Einladungen für das kurzfristig anberaumte Fan-Konkonzert im Studio 5 der Berliner-Union-Film-Studios ergattern. Auf der Studiobühne der Fernsehsendung “Circus Halligalli” spielten Blur im Anschluss an die Aufzeichnung der Fernsehsendung. Vor 200 Zuschauern gab es ein knackiges, einstündiges Konzertm bei dem das neue Album The Magic Whip (fast ganz – es fehlte wohl der Ice Cream Man) am Stück vorgetragen wurde. Es war ein mitreissender Abend bei dem die neuen Stücke im Mittelpunkt standen und der keinen Zweifel ließ, dass es sich bei diesem Comback um eine gute Idee handelt.
Sonntag
Lilacs & Champagne sind ein Projekt von Alex Hall (Gitarre) und Emil Amos (Schlagzeug, Gitarre) den Machern von Grails einer Postrock und Instrumentalband aus Portland, USA.
Ergänzt durch Keyboard und Bass/Beats/Effekte kamen sie in den Roten Salon und Ihre Musik besticht durch eine Vielzahl von interdisziplinären Musikelementen. Psychedelische Gitarren, Trip-Hop Beats, allerlei Effekte, elektronisches Geplucker, Soundsamples und Collagen. Das alles fügen sie zu hypnotischen Songs zusammen. Bei Ihren Konzerten wird das ganze durch Schnipsel aus alten 70iger Jahre Filmchen untermalt, die krisselig, verwackelt, unscharf, überbelichtet und wahllos aneinander gereit in den typischen 70iger Farben daherkommen. Das ist recht hübsch anzusehen und gibt dem ganzen einen schönen Rahmen und es ist faszinierend, was alles (mitunter für ein Quatsch) auf Zelluloid gebannt wurde. Lilacs & Champagne gaben ein etwas kurzes, wenngleich ausgezeichnetes Gastspiel von 45min bestehend aus den Songs, Ihrer bisher schon 3 Platten umfassenden Diskographie. Weiterlesen
Wie schon vor 2 Jahren stand der Januar ganz im Zeichen von Kraftwerk. Wir hatten uns bereits im September des vergangenen Jahres, für eine Gruppenreise nach Amsterdam entschieden, um dort im Januar den Katalogabend 8, „Tour de France“, sehen zu können. Das altehrwürdige und legendäre Paradiso bestärkte uns in unserer Entscheidung, unseren Live-Katalog in Amsterdam weiter zu vervollständigen. Dann, im November, wurden urplötzlich weitere Konzerte der Katalogreihe für Januar in Berlin angekündigt. Neue Nationalgalerie! Das saß! Die Ereignisse überschlugen sich und wir hatten das Glück, für unseren Wunschabend, Katalog Nummer 6, „Techno Pop“, Karten zu bekommen. Weiterlesen
Kraftwerks Präsentation der Katalog-Werkschau in Berlin konnte im Grunde nur an diesem einen Ort stattfinden: Mies van der Rohes Neue Nationalgalerie, Höhepunkt der architektonischen Spätmoderne, Weihestätte der bundesrepublikanischen Hochkultur und kongeniale Verkörperung der ästhetischen Gestaltprinzipien des Neuen Bauens – in diesem Universalraum unter dem auf acht (!) Stützen schwebenden, schwarzen Flachdach ist die Mensch-Maschine Kraftwerk dort, wo sie hingehört. Weiterlesen
Eigentlich hatte mich nur eine Konferenz in die Hauptstadt verschlagen. Da die lokale Sigge-Rocktours – Crew für den Abend schon einen Besuch im C-Club geplant hatte, schloss ich mich an und kam so zufällig in den Genuss meines ersten Gemma Ray Konzertes. Meine Mitstreiter waren durch das Konzert im Imperial vor knapp einem Jahr schon im Bilde. Weiterlesen
Vornweg: Es war heiß! Das lag zum einen daran, dass sich der Klimatechniker des Privatclubs offenbar noch im verlängerten Wochenende befunden habe muss und natürlich an Ben Thatcher und Mike Kerr die sich mit einem furiosen Auftritt in der Stadt zurückmeldeten.
Sigge-Rocktours hatte bereits im Mai von Ihrem ersten Berlin Auftritt berichtet und mit Ihrem erst im August erschienen Debütalbum Royal Blood haben sie sofort Platz 1 der UK-Charts gestürmt, was für die große Klasse Ihres ersten Longplayers spricht.
Mit einer Mercury Prize Nomination für die besten Alben 2014 im Gepäck, kamen sie überraschend und spontan für einen Clubauftritt an die Spree.
Der Privatclub war eine gute Wahl und nach einem Tag war das Konzert restlos ausverkauft. Bereits weit vor dem offiziellen Einlass tummelten sich Kartensuchende und Besucher vor dem Club. Das Publikum zog fast alle Altersklassen an und war angenehm bunt gemischt. Weiterlesen
Wo vor über einem Vierteljahrhundert Waren des täglichen Bedarfs gekauft wurden, finden heute Konzerte statt. Großartig!
Wer hätte sich träumen lassen, dass in der Kaufhalle der Handelsorganisation, also der ehemaligen HO an der Holzmarktstrasse /Ecke Jannowitzbrücke, Kunst und Kultur Einzug halten werden, wo früher Kosumgüterprodukte wie z.B. der abscheuliche Malzkaffee „Im Nu“ (natürlich Röstfein), die „Schokolade“ Schlager Süßtafel das Scheuerpulver „Ata“ und der süffige Rotwein „Rosenthaler Kadarka“ verkauft wurden.
Das sich der Ort jedoch entwickelt hat, kann man gern hier nachlesen: www.hoberlin.de.
Es war mein erster Nach-Wende Besuch dort und als ich den Raum betrat, war ich schon beeindruckt. Keine Regale, keine Lebensmittel, kein Kassengeklimper, keine Einkaufswagen nicht mal alte DDR-„Devotionalien“ waren auszumachen.
N-a-t-ü-r-l-i-c-h nicht!
Die Kargheit und die „hallenartig“ anmutende Raumgröße, finde ich als Konzertort spannend und durch die großen Stützabstände, wirkt der Raum „offen“ und bietet gute Sicht-und Stehmöglichkeiten hin zur Bühne. Lediglich die geringe Raumhöhe „drückte“ ein wenig, jedoch ist das Belassen der vorhanden MF-Decke sicher eine gute Idee gewesen, um den Raum, der auch noch mit dem guten alten DDR-Betonwerksteinbelag aufwartet, nicht jeglicher Akustik zu berauben. Die Bühne war auf einer der längeren Raumseiten angeordnet, 2 imposante Boxentürme waren zu sehen und etliche Bierzeltsitzbänke waren aufgestellt. Das schummrige Licht sorgte für Behaglichkeit. Es war angerichtet. Weiterlesen
The Next Big Thing? Royal Blood sind ein Rockduo aus dem englischen Seebad Brighton, haben sich 2013 formiert und bestehen aus Mike Kerr und Ben Thatcher, Gesang, Bass und Schlagzeug. Aufmerksam wurde ich, da sie beim BBC-Sound of 2014 gelistet wurden und dort mit „They pack a powerful punch live, and their records already sound classic“ angepriesen wurden. Nun gut, dachte ich, und nachdem ich einige Songs gehört, diverse Youtube-Clips angeschaut hatte und von ihrer Live-Präsenz schon beeindruckt war, musste ein Ticket für ihren Auftritt am Schlesischen Tor her.












