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Arne, Henning & Tom on Tour - Konzerttagebuch

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Buchtipp: The Who – Maximum Rock, die Geschichte der verrücktesten Band der Welt

maximum_rock_1Braucht man wirklich eine dreibändige Biographie um die Geschichte von The Who zu erzählen?  Der Autor Christoph Geisselhart beweist, dass es auf jeden Fall nicht übertrieben ist. Dabei hat er das Vorhaben selber unterschätzt. Im ersten – schon über 500 Seiten starken Band – spricht er selber noch von insgesamt zwei Bänden. Seine fast wissenschaftliche Herangehensweise bei der Sezierung von Geschichten und Legende, der Rekonstruktion von Geschehnissen und der Gegenüberstellung von verschiedenen Darstellungen führt zwangsläufig zu einem umfangreichen Werk, macht diese drei Bände aber auch besonders lesenswert. Weiterlesen

Rock-Biographien

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Wer sich seine musikalische Identität in den 80er oder 90er Jahren suchen musste hatte es nicht leicht. Bekam man die Kurve und schaffte den Blick zurück in die 60er und 70er, näherte man sich seinen Idolen auf eine ganz anderer Weise. Im schlimmsten Fall über die damals aktuellsten Alben oder den Solowerken, der überlebenden Bandmitglieder. Ein chronologisches Heranarbeiten an das Oeuvre einer Band fand in den wenigsten Fällen statt.

Zum Glück gibt es ja zahlreiche lesenswerte Biographien, die es erlaben an der Entwicklung eines Künstlers oder einer Band teilzuhaben und einen Blick hinter die Kulissen der Entstehungsgeschichten von Alben zu werfen, die heutzutage als Meilensteine gelten.

Auf Sigge-Rocktours gibt es daher in loser Folge einige Buchtipps, die helfen, die Zeit zwischen zwei Konzerten zu überbrücken.

Den Anfang macht “Maximum Rock – die Geschichte der verrücktesten Band der Welt“.

Walking into Everywhere. Page & Plant 1998 auf Tournee in Deutschland.

Page&Plant 1998Vor 15 Jahren besuchten Arne und ich drei Konzerte der Page & Plant-Tournee „Walking into Everywhere“: Den verregneten Festival-Auftritt als Headliner beim „Bizarre“ auf dem Butzweiler Hof in Köln (im Line-Up außerdem Portishead, The Cure, Iggy Pop u.a.) sowie die beiden finalen Konzerte der Welttournee in Oberhausen und in der Frankfurter Festhalle. Es sollten auch die letzten Auftritte des Page & Plant-Projektes sein.
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Der Herbst ist da! The National in der Berliner Max-Schmeling-Halle.

The National BerlinDas nasse Laub pappt auf den Gehwegen, die Musik wird (noch) melancholischer: Der Herbst ist da und The National schau‘n in Berlin vorbei. Wiederkehrend wie die Jahreszeiten ist die ewig gleiche Erzählung der Geschichte der prototypischen Popband: Vom dranghaften Geschrammel in der Garage zum Geheimtipp und Debut. Zur Entdeckung, zum Durchbruch, zum Meisterwerk. Zum nicht mehr ganz so tollen aber immer noch ziemlich tollen Nachfolgewerk. Trennung. Solowerk. Reunion. Zum Spätwerk. Zur Wiederenddeckung. Wenn‘s gut läuft.
Mich holten The National vor drei Jahren mit „High Violet“ ab, das wohl in der Kategorie Meisterwerk einzuordnen ist. Inzwischen ist ob der größeren Veranstaltungsorte der Ankauf von 40 laufenden Metern Mikrofonkabel notwendig geworden.
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Unfinished Sympathy – Massive Attack, Berlin, Arena, 3. November 1998

IMG_5916Heute auf den Tag genau vor 15 Jahren, habe ich mit 2 Freunden mein erstes MASSIVE ATTACK Konzert besucht.

Es war die „Mezzanine 1998/1999 Tour” welche die Trip-Hoper aus Bristol an diesem Tag in die Spree-nahe Treptow-Arena im Südosten meiner Heimatstadt „spülte“.
Aus mir heute unerklärlichen Gründen, habe ich ihren ersten Berlin Auftritt an gleicher Stelle im Jahr zuvor („Protection Tour“) verpasst.

Massive Attack, an diesem Abend noch zu dritt in Originalbesetzung und mit zahlreichen Gastmusikern, wurde mit großer Spannung von den Besuchern erwartet, die, so mein damaliger Eindruck, den Weg in die Halle gefunden hatten, da „Teardrop“-der Song der im Radio allenthalben gespielt wurde – womöglich Ihr erster Berührungspunkt mit der Band war. Bristol meets Berlin. Ist ja nicht das Schlechteste. Weiterlesen

How do you think it feels?

Sechsundzwanzigster April Zweitausend. Die alte Freundin ist futsch, die neue irgendwie noch nicht da. Das gesamte bislang bekannte Leben löst sich gerade im Zigarettenqualm meiner Kreuzberger Studenten-WG auf; Ersatz ist nicht in Sicht. Ein paar hundert Meter weiter prangen schwarze Buchstaben über dem Eingang der Columbiahalle. Lou Reed. Ecstasy. Weiterlesen

Halloween Parade – Drei Abende mit Lou Reed in Berlin.

loureed14052003Eins.

Ende April 2000. Die Verstärker jaulen und brummen. Vor den markerschütternden Trommeln von Tony „Thunder“ Smith liefern sich Lou Reed und sein Ex-Schwager Mike Rathke wüste Schweinerock-Gitarrenduelle. Dazu diese durchdringende, verlebte Stimme, der man nicht ausweichen kann. Der Bass bollert, das Feedback bratzt durch die Halle. Ich erinnere mich, wie der Staub in großen Flocken von den Wickelfalzröhren der Klimaanlage unter der Decke auf die Bühne und das Publikum schneit. Weiterlesen

Schratig, schrullig, nimmermüde: Bob Dylan im Tempodrom.

bob_dylan_tempodrom_berlin_2013Nach dem gelungenen Open-Air-Gastspiel in der Spandauer Zitadelle im vergangenen Jahr hatte Bob Dylan für diesen Berlin-Besuch erst zwei, dann drei Abende im Tempodrom gebucht. Dass Dylan in kleinere Hallen (das Tempodrom fasst etwas 3.500 Zuschauer) auftritt und dafür einigen Städten mehrere Abende hintereinander auftritt, ist eine Neuerung im Tourneekalender des anscheinend nimmermüden und fleißig konzertierenden Senioren. Auch neu: Dylan teilt sein Set so in zwei Hälften, macht eine 20-minutige Pause im Konzert und fasst die Gitarre nun gar nicht mehr an. In der Berliner Presse wurde drauf zum ersten Abend getitelt: “Dylan überrascht Fans” – nun ja, ganz soweit würden wir da nun nicht mitgehen… Weiterlesen

Peter Gabriel – Back To Front: So in Berlin

Peter Gabriel Bberlin 2013 o2 Arena

Am 19. Oktober gastierte Pater Gabriel mit seiner „Back To Front : So“ -Tour in der Berliner O2-Area. Dabei wurde das nunmehr bereits 27 Jahre (zu Beginn der Tournee waren es wohl 25 Jahre) alte Album „So“ in voller Länge und in Originalbesetzung zur Aufführung gebracht. Auf dem Weg zu Halle fragten wie uns, wann und wie das eigentlich angefangen hat, dass Musiker, die ihre künstlerisch besten Tage wohl hinter sich haben, ihre erfolgreichsten Werke in voller Länge wiederaufführen und sie somit selbst quasi zum klassischen Werk adeln?

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Glasgower Wochenend: Franz Ferdinand in der Volksbühne Berlin

Franz Ferdinand Vplksbühen BerlinFranz Ferdinand spielten in der Berliner Volksbühne im Rahmen des Kunstfestivals “Glasgow Weekend” ein herrlich kompaktes und knackiges Rockkonzert. Los ging es mit Songs aus dem aktuellen und dem letzten Album – im bestuhlten Saal wurde ab dem ersten Takt gestanden und reihenweise getanzt. Schwerpunkt war im ersten Teil des Abends der mit fettem Groove und quietschenden Synthies angereicherten Tanzrock. Im zweiten Teil gab es dann einen zackigen Ritt durch die Höhepunkte des legendären Debütalbums. Insgesamt eine sehr gelungene Mischung -mit immerhin acht Nummern aus der der neuen Platte, die live neben dem ausgesprochen starken Katalog der Gruppe gut bestehen. Besonders toll fand ich das elegante und rauschhafte “Stand on the Horizon” und das knackige und scharfe “Bullet“. Auch eine Wucht: Der stampfende “Ulysses” im Zugabenteil. Weiterlesen

Alles Gute zum 70, Roger!

Roger Waters feiert seinen Geburtstag mit einem The Wall – Konzert in Düsseldorf

Wall_D_TeaserDie einzige Stelle, an der die The-Wall Konzertmaschine nicht Timecode-gesteuert ist und quasi stoppt, ist die kurze Ansprache vor Mother. Diesen moment nutzte das Düsseldorfer Publikum gleich um ein kleines Happy Birthday anzustimmen. Roger war sichtlich gerührt von dem tosenden Applaus, obwohl er seinen 70. Geburtstag, der auf das Konzert in der Esprit Arena gefallen ist, eigentlich lieber ignorieren wollte („Should be a secret“).

Hier zeigte sich auch gleich der Unterschied zum Publikum zwei Tage zuvor in Berlin. Weiterlesen

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